Page 150 - PSA-Katalog Hauser
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                 Beispiel für die Kennzeichnung von Hitzeschutz- handschuhen nach EN 407
EN 511
Thermische Risiken (Kälteschutz)
Diese Norm gilt für alle Handschuhe, die für einen Schutz der Hand gegen Konvektions- und Kontakt- kälte bis –50 °C vorgesehen sind. Die Schutzfunk- tion gegen Kälte wird durch ein Piktogramm und drei Leistungsindikatoren in Verbindung mit den spezifischen Schutzeigenschaften angegeben:
1. Konvektionskälte (Leistungsebene 0 – 4)
bedeutet die thermischen Isolationseigenschaf- ten, die durch eine Konvektionsübertragung von Kälte gemessen werden.
2. Kontaktkälte (Leistungsebene 0 – 4)
meint die thermische Festigkeit des Handschuh- materials im direkten Kontakt mit einem kalten Gegenstand.
3. Wasserfestigkeit (0 oder 1)
0 = Wasserpenetration
1 = keine Wasserpenetration
Ein „X“ bedeutet, dass die Handschuhe für die- sen Bereich nicht geprüft wurden oder geprüft werden können. Alle Handschuhe müssen min- destens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Reißfestigkeit erzielen.
EN 12477
Schutzhandschuhe für Schweißer
In der Norm EN 12477 werden Schutzhand- schuhe für Handschweißen, Schneiden und ver- wandte Metallbearbeitungen definiert. Die Hand- schuhe erfüllen die Grundnorm EN 420, sind je-
 EN 388:  EN 388:  EN 388:  EN 388:  EN 407:  EN 407:  EN 407:  EN 407:
Abriebbeständigkeit Fallschnittbeständigkeit Weiterreißbeständigkeit Einstichbeständigkeit Brennverhalten Kontaktwärmebeständigkeit Konvektionswärmebeständigkeit Beständigkeit gegen kleine Spritzer geschmolzenen Metalls
➜➜ ➜
doch deutlich länger, um Anwender vor Schweiß- perlen zu schützen. Die Norm unterscheidet Handschuhe nach Typ A und Typ B. Handschuhe vom Typ A erfüllen höhere Anforderungen und sind empfehlenswert für schwere Schweiß- verfahren; Handschuhe vom Typ B bieten mehr Bewegungsfreiheit und werden bevorzugt beim TIG-Schweißen eingesetzt. Erfüllung der Norm EN 420, doch abweichende Längen:
 Größe 6: 300 mm
 Größe 7: 310 mm
 Größe 8: 320 mm
 Größe 9: 330 mm
 Größe 10: 340 mm
 Größe 11: 350 mm
Schutzhandschuhe für Schweißer werden in die Ausführungen A und B unterteilt. Die beiden Aus- führungen müssen in folgenden Kriterien geprüft werden und je nach Ausführung die jeweiligen Mindestleistungsstufen erreichen:
Handschutz
 Handschutz – Richtlinien und Normen
EN 407
Thermische Risiken (Hitze / Flammen)
Die Art und der Grad der Schutzfunktion werden von einem Piktogramm und sechs Leistungsin- dikatoren in Verbindung mit spezifischen Schutz- eigenschaften angegeben:
1. Brennverhalten (Leistungsebene 0 – 4)
meint die Zeitdauer, in der das Material nach Ent- fernen der Brandquelle weiter brennt oder glüht. Die Nähte des Handschuhs dürfen sich nach einer Brandzeit von 15 Sekunden nicht auflösen. 2. Kontaktwärme (Leistungsebene 0 – 4)
Im Temperaturbereich von 100 – 500 °C verspürt der Anwender für mindestens 15 Sekunden keine Schmerzen.
Wird eine EN-Ebene 3 oder höher erzielt, muss das Produkt im Brandfestigkeitstest ebenfalls mindestens die EN-Ebene 3 erfüllen, da ansons- ten eine maximale Kontaktwärmefestigkeit der Ebene 2 eingetragen wird.
3. Konvektive Hitze (Leistungsebene 0 – 4)
ist die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitze- übertragung von einer Flamme verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur dann angegeben, falls im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.
4. Strahlungswärme (Leistungsebene 0 – 4)
meint die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitzeübertragung einer Strahlungshitzequelle verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erzielt werden.
5. Festigkeit gegen kleine Schmelzmetall- spritzer(Leistungsebene 0–4)
meint die erforderliche Anzahl von Tropfen ge- schmolzenen Metalls für die Aufheizung des Handschuhs auf eine bestimmte Temperatur. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.
6. Festigkeit gegen große Mengen von Schmelzmetall (Leistungsebene 0 – 4) bedeutet das erforderliche Gewicht von Tropfen geschmolzenen Metalls für das Auslösen einer Glättung oder Durchlöcherung eines Hautimi- tates, das direkt hinter dem Testhandschuh an- gebracht wird. Der Test gilt als fehlgeschlagen, wenn sich Metalltropfen am Handschuhmaterial festsetzen oder das Testmuster entflammt.
Ein „X“ bedeutet, dass die Handschuhe für die- sen Bereich nicht geprüft wurden oder geprüft werden können. Alle Handschuhe müssen min- destens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Reißfestigkeit erzielen.
   41XXXX
Wärmebelastung durch große Mengen geschmolzenen Metalls, Level 0 – 4
Wärmebelastung durch kleine Spritzer geschmolzenen Metalls, Level 0 – 4
Strahlungswärme, Level 0 – 4 Konvektive Hitze, level 0 – 4 Kontaktwärme, Level 0 – 4 Brennverhalten, Level 0 – 4
             Bei bestandener Prüfung sind die Handschuhe, ihre Verpackung und die Gebrauchsanleitungen mit der Nummer der Norm und dem Buchstaben der Aus- führung zu kennzeichnen: z. B. DIN EN 12477-A oder DIN EN 12477-B. Die Anforderungen der Ausführung A sind höher als die der Ausführung B! Handschuhe des Typs B werden empfohlen, wenn beim TIG-Schweißen eine hohe Bewegungsfreiheit erforderlich ist. Handschuhe des Typs A werden für andere Schweißverfahren empfohlen.
 « Der Arbeitgeber hat das Risiko der Verletzungs- möglichkeit zu ermitteln und seine Arbeitnehmer darüber aufzuklären, wann welche Ausführungen von Arbeitshandschuhen getragen werden müs- sen. Bei Risiko-Änderung ist eine Neubewertung vorzunehmen und es sind, dem neuen Risiko ent- sprechende, Schutzhandschuhe bereitzustellen. »
     Anforderungen
Typ A
Typ B (hohe Bewegungsfreiheit, TIG-Schweißen)
Abriebfestigkeit
2
1
Schnittfestigkeit
1
1
Weiterreißfestigkeit
2
1
Durchstichfestigkeit
2
1
Brennverhalten
3
2
Kontakthitze
1
1
Konvektionshitze
2
-
Kleine Spritzer
3
2
Beweglichkeit
1
4
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       22.06.18 / Stünings Krefeld 21709 / #Vorschaltseite
Handschutz

















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