Page 109 - Trailer Journal 2018/2019
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                                 Der kleinste Tieflader ist ein Einachs-Anhänger mit Zug- rohr und Kugelkopf-Kupp- lung, ohne Bremsanlage und mit etwa 600 kg Nutzlast. Tieflader nennt man diese Anhänger, weil die Ladefläche zwischen den Rädern liegt. Diese Bauweise ist bei den schweren Tief- ladern eher selten.
Bei den Schwerlast-Modulen erzielt man heute Nutzlasten um die 15.000 t, je nach Ladung 100 m Länge oder 50 m Breite. Während die Module aus zwei- bis achtachsigen Plattform-Fahrwerken zu- sammengekuppelt werden, gibt es unge- teilte Tiefladeanhänger mit bis zu 60 m Länge (für Flügel von Windkraftanlagen). Die Technik erlaubt heute vier ineinander gesteckte Kastenrahmen, die – auseinan- dergezogen – das Heckfahrwerk mit dem Sattelhochplateau verbinden.
Zwischen diesen Extremen spielt sich eine große Variationsbreite verschiedener Tief- ladermodelle ab.
AUFTEILUNG
Tieflader mit durchgehender Bremsanlage beginnen bei zulässigen Gesamtgewichten von rund 5 t. Die Ladefläche ist zwischen den Rädern positioniert, am Heck sind klappbare Rampen angebracht. Diese Ver- sion eignet sich für den Transport einzelner Maschinen.
In größeren Stückzahlen wird der Drehschemel-Tiefladeanhänger mit durch- gehender Ladefläche über den Achsen gebaut, den es in zwei- bis fünfachsiger Ausführung gibt. Er ist meist für Ma- schinentransporte konzipiert, aber auch
Für Baumaschinen: Vierachs-Tieflader von Goldhofer
für Baumaterial-Transporte. Diese Aus- führungen besitzen neben Rampen oft auch sehr vielseitige Einrichtungen zur Ladungssicherung (Rungentaschen, Run- genbatterien, Zurringe nach DIN und hö- her, Radmulden). Diese Fahrzeuge werden in der Regel hinter Kipper-LKW eingesetzt, um beispielsweise Radlader oder Bagger mit zur Baustelle zu transportieren.
Das Pendant ist der ein- bis dreiachsige Sattelanhänger mit der Ladefläche über den Achsen (Semitieflader). Wenn der Be- treiber genügen Ladungen zum Beschicken und Abräumen von Baustellen besitzt, ist der Sattelzug sinnvoll, vor allem aus Grün- den der Lastverteilung. Soll das Fahrzeug teleskopierbar sein, wird eine Zwangs- lenkung notwendig. Damit gerät man in die höheren Preisregionen des Tiefladers. Zugleich hat man ein multifunktionelles Fahrzeug, dass sowohl mit der 16,5 m Län- ge ohne Sondererlaubnisse für Großraum-
und Schwertransporte betrieben werden kann, aber auch mit Genehmigung. Vor- aussetzung ist nur, dass man in Hinsicht Sattellast der Zugmaschine und Achslast der Achslinien im vorgeschriebenem Rah- men bleibt.
So etwa ab 180 t Nutzlast beginnt die Modularisierung des Tiefladers mit vor- geschalteten starren Jeep-Dollies oder Pendelachs-Dollies. Wie dann das Ladebett gestaltet wird, ist heute meistens wählbar. Denn die Ladebetten lassen sich abkup- peln, auswechseln, neu zusammenstellen, auch Achslinien lassen sich dazu- oder ab- bauen.
Die Königsklasse bilden die Pendel- achs-Module, die längs und quer gekuppelt werden können. Schwere Versionen besit- zen Achsantriebe, die motorhydraulisch aus funkferngesteuerten Power-Packs an- getrieben werden. Diese selbstfahrenden Module können heute auch als Zusatz-
   Define & combine COMBIMAX
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