Page 116 - Trailer Journal 2018/2019
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                          BAU | ENTSORGUNG
Schubboden-Fahrzeuge
  SPEZIALITÄTEN
Der Schubboden-Aufbau kennt zahlreiche Sonderausstattungen:
• keilförmigerAufbaumitkleiner Bereifung zwecks Volumengewinns,
• Ablaufplane:mechanischoderpneu- matisch zum Heck hin aufrollende Bodenplane zum Schutz vor abrasi- ven Gütern (z. B. Bruchglas),
• Gebläse/Förderschnecken,
• Getreidetrichter,festeingebaut oder am Heck anzuhängen für das Entladen auf kleine Querschnitte,
• hydraulischhebbareSeitenwände (zum Beispiel nach dem Wingliner- oder dem Kulkeva-Prinzip),
• hydraulischeHeckklappen,
• hydraulische,elektrischeoder pneumatisch gesteuerte Dach- abdeckungen,
• Dampfstrahler-Ausrüstungfürdie Innenreinigung unterwegs,
• FörderbänderundHäckselanlagen zum dosierten Entladen (automati- sierte Pflanzenzucht),
• ZentrierkeilezumpräzisenAnsetzen an stationäre Schubboden-Förder- anlagen,
• Kühlkoffer-Isolierwände,
• Abgas-Heizanlagen,
• Joloda-Keillochschienen,
• FüllanlagenfürSackware,
• Kombiverkehr-Ausrüstungmit Greifkanten.
 70 m3 Volumen und zwei Lenkachsen: H&W-Schubbodenauflieger
  Chassis in Schraubtechnik: Kraker
HYDRAULIK
Als Antrieb verwendet man heute durch- weg eine Hochdruck-Hydraulik mit 200 bis 250 bar und einer Leistung von um die 100 l/min. Der Steuerblock für Vor- und Rück- wärtslauf ist in der Regel rein hydraulisch ausgelegt. Versuche, die Anlagen elektrisch zu regeln, wurde wegen des großen Auf- wands für die Abdichtung der Magnetven- tile nur in Einzelfällen (stationäre Anlagen) weiter verfolgt.
Auf die doppeltwirkenden Arbeitszylin- der werden Quertraversen montiert. Man
verwendet entweder die Kolbenstange oder, wie von Keith vorgesehen, den Zy- lindermantel als Kupplung. Auf den Quer- traversen sind längs entsprechend der Zahl der Bodenstäbe Adapterstücke montiert. Diese werden entweder mit den Bodenstä- ben verschraubt oder verklammert (je nach Hersteller).
Die Ansteuerung der Hydraulik erfolgt heute entweder mit Kabel- oder Funkfern- bedienung. Es ist aber immer eine rein me- chanische Notfunktion eingerichtet. Die hohen Drücke und Fließgeschwindigkeiten
stellen höhere Ansprüche an die Ölquali- tät, die Filterung und die Temperaturüber- wachung. Schäden an der Hydraulik beim Schubboden sind in der Regel auf ungenü- gende Wartung zurückzuführen.
BODENSTÄBE
Der Schubboden-Aufbau wird in der Regel zulassungstechnisch als „offener Kasten“ geführt. Das ist nicht ganz richtig, denn der Kasten besteht unten nur aus Querträ- gern, ist also auch dort offen. Abgedeckt wird er von den beweglichen Bodenstäben,
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