Page 118 - Trailer Journal 2018/2019
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                          BAU | ENTSORGUNG
Schubboden-Fahrzeuge
    Seitentür-Version mit anhebbarenm Obergurt, Scharzmüller
Bodenstab-Modelle, schwere Versionen von Cargo Floor
Bodenstabführung mit fixierten Klötzen, Cargo Floor
Cargo Floor: Hydraulikblock
len, um keine Spaltkorrosion behandeln zu müssen. Zudem versteift das Durchschwei- ßen die Wände, weshalb das Verfahren bei einigen Anbietern mittels Roboter-Anlagen zum Standard gehört.
TÜREN UND TORE
Weil Schubboden-Fahrzeuge häufig Schüttgüter fahren, ist es sinnvoll, wenn die Hecktüren wie Kippertüren im Auf- bau schließen statt vor dem Aufbau (wie beim Curtainsider). Hier gibt es aber unter- schiedliche Auffassungen je nach Herstel- ler. Standard sollte sein, dass die Hecktü- ren eine pneumatische Nachentriegelung besitzen. Damit kann der Bediener sich aus dem Gefahrenbereich der Flügel entfernen, wenn diese unter Ladungsdruck stehen. Leider wird das Steuerventil oft sehr nah
auf die Querträger zu schrauben. Wenn man die Zahl der Querträger entsprechend erhöht, ist auch die Durchbiegung der Bo- denstäbe beim Schüttgutladen beherrsch- bar.
Diese Optimierung veranlasste den Wettbewerb, diese Querträger-Klotzan- ordnung auch anzubieten. Allerdings sind die Nocken in Querrichtung miteinander verbunden, um eine exakte Positionierung zu gewährleisten. Da das Rechteckrohr- Schweißen teuer ist und die Rohre zum Leergewicht zählen, gibt es heute Schub- boden-Bodengruppen, die nur im Heck noch die Rohrausstattung besitzen.
Normalerweise besitzen Schubbo- den-Hydrauliken ein Manometer, um die Drücke beim Betrieb zu überwachen. Der wichtigste Druck ist der Leerdruck: Er zeigt, welche Verluste im System herrschen, sei es durch verschlissene Gleitblöcke, verbo- gene Führungsrohre, abgearbeitete seit- liche Dichtungen oder verschlissene Bo- denstäbe. Letzteres kann man vermeiden, indem die Stäbe beizeiten „gedreht“ wer- den. Das heißt die Stäbe werden gezogen und mit den Enden vom Heck nach vorn wieder aufgeschoben.
OFFENE KÄSTEN
Die Schubboden-Wände werden heu- te durchweg aus Alu-Hohlprofilen mit der Stärke 2 mm außen und 3 mm innen verbaut. Meistens werden die Profile im „Snap-lock“-Verfahren zusammengesetzt und mit dem Untergurt verschweißt. Die beiden Untergurte sind mittels Querträ- gern verbunden. Die seitlichen Obergurte sind besondere Extrusionsprofile, denn sie besitzen den Kanal für die Laufrollen der mitlaufenden Trennwand. Oft sind sie besonders verstärkt, um die Durchbiegung des offenen Kastens zu begrenzen. Andere wiederum sind für Seitentüren-Einbauten ausgelegt. Es genügt für die Steifigkeit der Wände, wenn sie innen abschnittsweise geschweißt werden. Das ist für die meisten Kunden, die keine aggressiven Materialien fahren, völlig ausreichend. Dennoch ist die innen durchgeschweißte Version vorzu- ziehen. Nicht für den Ersteinsatz, sondern perspektivisch wegen des höheren Inzah- lungsnahmepreises.
Für den Mülltransport nimmt man aus Erfahrung gern gebrauchte Schubbo- den-Trailer, wegen der Gefahr des Durch- glühens, weil Ladungsteile miteinander thermisch reagieren. Diese Experten be- vorzugen innen durchgeschweißte Panee-
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