Page 119 - Trailer Journal 2018/2019
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                            SOLIDES PRODUKT
Der Bodenstab-Schubboden-Trailer ist heute in allen Ausrüstungs-Varianten so etwas von durchprobiert, dass im Grun- de alle Hersteller aus allen ihren Fehlern alles gelernt haben. Das Interesse ver- schiebt sich daher in Richtung Garantie, Service und Wartung wie bei den Stan- dard-Trailern.
Bei vielen Sonderausstattungen von Schub- und Rollboden ist der Transpor- teur von den Be- und Entladesituatio- nen seiner Auftraggeber abhängig. Da lohnt sich eine bessere Trailertechnik oft nicht, weil der Ladungsempfänger seine 50 Jahre alte Getreidekipper-Seitenkipp- einrichtung nicht abschaffen möchte.
  am Heck des Aufbaus montiert, so dass der Sicherheitsaspekt verlorengeht.
Nicht einheitlich und deswegen diskus- sionswürdig ist die Verschlusstechnik der Portaltüren. Oft werden schlichte Dreh- stangen-Schließtechniken aus dem Kreis der Lieferanten für ISO-Container verwen- det, andere bieten grundsätzlich Edelstahl- Verschlüsse, wie sie in der Kühlkoffertech- nik Standard ist.
Ein Sonderbereich der Schubboden- fahrzeuge sind Seitentüren. Der klassische Anwendungsfall sind Hackschnitzel zum Faserplattenhersteller und Faserplatten als Rückladung. Seitentüren sind beim of- fenen Kastentrailer heikel, denn mit dem Öffnen der Türen besteht die Stabilität nur noch im Obergurt-Profil. Deshalb be- sitzen diese Konzepte meistens eine feste Mittelrunge. Seit etwa zehn Jahren wird eine Seitenwand, in seltenen Fällen auch beide, hydraulisch über das Dach gehoben. Hier werden die Wingliner-Technik (längs scharnierende Seitenwand) oder in Skan- dinavien entwickelte Systeme verwendet, welche die Seite komplett heben.
Eine häufige Ausstattung sind Dachab- deckungen und Rückwandklappen, jeweils hydraulisch betätigt. Erstere, um das zeit- raubende Auslegen und Verzurren einer Rollplane zu vermeiden, letztere, um den
Antriebseinheit eingebaut: Cargo Floor im Schwarzmüller-Stahlchassis
Fahrer aus der Gefahrenzone zu halten, wenn Schüttgut entladen wird. In jüngster Zeit werden auch mittels Elektromotor an- getriebene Rollplanen angeboten. Vorbild sind hier die aus den USA und Kanada be- kannten Techniken.
FAHRGESTELLE
Vor gut 40 Jahren wurden die Schubbo- den-Kästen auf Stahlchassis montiert, bis aus Frankreich das Aluchassis kam. Dann sahen die europäischen Anbieter, dass in Nordamerika der Schubboden einen Alu- Fahrschemel bekommt, ein Adapterge- stell für die Sattelstützen und als Kingpin- Anbindung eine Stahlplatte, die mit den Alu-Querträgern des Kastens verschraubt wird. Diese Technik wurde dann bei uns übernommen. Das Leergewicht des 92-m3-
Schubboden-Sattelanhängers sank unter 7 t. Infolge des Wettbewerbs mit einem später entwickelten Schubboden aus Komposit-Material mit 5,8 t Leergewicht, war die Metallfraktion zeitweise bereit, die Bodengruppen und die Fahrgesell- Komponenten so auszudünnen, dass sie so etwa bei 6,2 t auf der Waage standen.
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