Page 122 - Trailer Journal 2018/2019
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                          KOMBINIERTER VERKEHR
Wechselaufbauten | Wechselchassis
WECHSELNDE
Die in Zentraleuropa am häufigsten verwendeten Wechsel- ie rundum luftgefederten
 BEHÄLTEDR
systeme arbeiten mit Druckluft in der Luftfederung aus dem LKW-Vorrat sowie auf Stützbeinen abstell- und aufnehmbaren DIN/EN-284-Aufbauten. Die Technik wurde vor rund 50 Jahren entwickelt.
Wechselanhänger waren für die Anhängerhersteller nie ein Problem. Probleme mach- ten die LKW-Hersteller: Sie
   Spier: Zentralachs-Wechselanhänger
sahen nicht ein, auch die Lenkachse der 6x2-LKW mit einer Luftfederung auszu- statten. Nur damit kann man die LKW-La- fette ohne Zusatzeinrichtungen komplett angeben.
Deswegen mussten über zwei Jahr- zehnte die LKW-Hilfsrahmen hinter der Kabine mit sogenannten Hubschwingen ausgerüstet werden. Eine Längstraverse wurde mit einem Luftbalg beaufschlagt. Allerdings betrug so die Aufnahmebrei- te des Wechselaufbaus nur 600 mm (die Zentriertunnelbreite) statt der 2,26 m des Tragarms.
Es war das Verdienst von MAN, den F8 22.320 UNL mit einer luftgefederten Lenk- achse (aus der Bustechnik) auszurüsten. Mit dem Unterflurmotor als Kontergewicht zum hohen Wechselaufbau-Schwerpunkt war dieses Fahrzeug für die Betreiber der „Rolls-Royce“ der Wechseltechnik. Heute sind rundum luftgefederte 6x2-LKW Stand der Technik, und es werden spezielle Mo- delle für den Wechselverkehr gefertigt.
MASSE UND GEWICHTE
Die Maße der Eckbeschläge und die Tech- nik der Drehzapfen-Verriegelungen sind beim EN-Wechselaufbau (WAB) mit denen des 20-ft.-ISO-Containers identisch: 5.853 mm x 2.259 mm. Dadurch können WAB- Fahrgestelle auch Container befördern. Das Be- und Entladen ist allerdings we- gen der Überhänge der Chassis schwierig. Diese sind auf Behälterlängen von 7,15 bis
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