Page 147 - Trailer Journal 2018/2019
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Ein ähnliches Verfahren findet man bei Getreidekippern. Hier ist die Förder- schnecke am Fahrzeug montiert. Der „grain hopper“ ist aber ansonsten auf der Welt ein recht häufig anzutreffendes Ge- fährt.
ANFÄNGE
Die Idee, Kessel mit Druck zu beaufschla- gen und die Ladung mittels einer Förder- luft (Treibluft) in Standsilos umzufüllen, wurde offenbar in den 50er Jahren erfun- den. Der Pionier für diese Technik war in Deutschland die Firma Spitzer, in den USA war es Julius Heil in Milwaukee.
Nicht überall konnten sich die Fahrzeughersteller für diese Kesseltechnik begeistern. An den Verkaufsniederlassun- gen weltweit heute sieht man, dass Fir- men wie Feldbinder, Heil, Kässbohrer und O.ME.P.S ihre Kessel weltweit verkaufen oder ihre Kooperationspartner in Sachen Produktionstechnik unterstützen.
Siloauflieger von Öztreyler
DRUCKBEHÄLTER
Die ersten Silo-Druckbehälter von Spitzer waren kippbare Rundtanks, je einer für den LKW und den Drehschemelanhänger. Konzipiert waren sie für den Transport von Zement oder Soda.
Lange Zeit bleibt unentschieden, ob die Silos beim Entladen mit fremder
→ Die wichtigste Voraussetzung für den Schüttguttransport mittels Drucksilos ist die Produktkunde. Muss eine Auf- lockerungsmatte verwendet werden, und wenn ja, welche Bauart? Ist das Produkt tempera- turempfindlich, verklumpt oder verdichtet es schnell, entwickelt es Stäube, die sich an den Wänden absetzen?
Druckluft (an der Entladestelle) oder mit eigener mittels Kompressor am Fahrzeug arbeiten sollten. Als unempfindlicher ge- gen die baulichen und organisatorischen Zustände an den Be- und Entladestellen erwies sich mit der Zeit das Konzept der eigenen Druckanlage.
Deswegen sind bis heute die Silozüge drucklufttechnisch bis auf wenige Aus- nahmen autonom. Ein vom Getriebeab- zweig angetriebener Kompressor liefert die Druckluft, ein zweiter Nebenantrieb die bei Kippsilos nötige hydraulische Be- aufschlagung des Kippstempels. Seltener
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