Page 199 - Trailer Journal 2018/2019
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                   Isoliertore
mit elektrischem Antrieb
+ Fingerklemmschutz
+ kombinierbar mit
Wihag Easy Lift
+ Federbruchsicherung
+ Labyrinthdichtung
+ ATP geeignet
ThermoSafe Paneel
Easy Lift elektrischer Torantrieb
Flügeltüren
+ Sandwich - oder Aluminiumbauweise
+ alle Türen mit XL-Prüfung
+ fertig lackiert zum schnellen
Einbau
+ vierflügelige Türen
Schieberungen
+ starr oder teleskopierbar + mit XL-Prüfung
+ KTL-Beschichtung
Sie haben spezielle Anforderung? Wir haben die technische Lösung
                Traditionell besteht wenig Nei- gung, sich mit den Techniken von scheinbar selbstverständ- lichen Bauteilen zu beschäf- tigen. Schließlich gehört zum Handwerkszeug des Fahrers der Ham- mer (oder Fäustel), um widerspenstige Verschlüsse in Bewegung zu setzen.
HERANHOLVERMÖGEN
Die Aufgabe des Verschlusses ist, am Aufbau eingerichtete waagerecht oder senkrecht klappare Einrichtungen zu öff- nen und zu schließen. Doch widerspens- tige Kräfte im Türsystem können dazu führen, dass der Verschluss schwergän- gig ist. Die Ursachen können eine Tür- dichtung, eine Verspannung im Aufbau, zu hoher Ladungsdruck, ungünstige He- belverhältnisse zwischen Spannzapfen und Gegenhalter oder schlicht der fal- sche Verschluss für die verlangte Funkti- on sein.
Grundsätzlich sollte ein Verschluss mit seinem Spannzapfen die Tür oder die Bordwand „heranholen“ können – und zwar waagerecht wie senkrecht. Das heißt, beim Eindrehen soll die Bordwand oder die Tür so weit zentriert werden, dass die Verriegelung nur noch ihre Ge- genhalter überwinden muss.
Dieses Zusammenspiel technisch zu bewerkstelligen, ist gar nicht so einfach.
BORDWANDVERSCHLÜSSE
Bis zur Einführung der palettenbreiten Alu-Pritschen war der Pritschenver- schluss aufgesetzt. Das heißt: er stand zur Außenseite über. Üblich war der „Kastenverschluss“ aus Gussmateri- al, mit Griff und Spitze, der in eine ge- schmiedete Öse geführt werden muss. Das Heranholvermögen beträgt wenige Millimeter, und das Zuspannen erfolgt durch die Bogenform des Hebels. Die Verwendung des Hammers ist hier häu- fig unvermeidlich.
Mit den palettenbreiten Alu-Auf- bauten wurden die Verschlüsse in die Hohlprofile integriert. Man reduzierte das senkrechte Heranholvermögen, weil Bordwand und Rungen in der Höhe präzi- sier gearbeitet waren. Auf den höchstens 30 mm Bautiefe wurden jetzt Exzenter- verschlüsse verwendet, die in Verschluss- position nicht über die Runge überste-
hen. Dafür können diese Verschlussbügel oder -haken 10 bis 20 mm in der Waage- rechten heranholen.
Die deutschen Berufsgenossenschaf- ten verlangen für diese Verschlüsse eine „Ladungsdruck-Erkennung“: Beim Öff- nen läuft der Hebel gegen eine Sperre, die ein weiteres Öffnen verhindert. Diese Sperren werden in der Praxis leicht über- spielt, indem ein Einsteckbrett, zwischen Runge und Bordwand geklemmt, den La- dungsdruck minimiert.
RUNGEN-INTEGRAL-BORDWAND- VERSCHLÜSSE
Ein Problem der Exzenter-Bordwand- verschlüsse ist, dass die Fahrer sie nach dem Öffnen nicht immer einschwenken, bevor die Bordwand abgeklappt wird. Das führt in der Praxis zu unschönen Be- schädigungen an Aufbauteilen, die längs am Fahrzeug angebaut sind. An LKW- Aufbauten sind die heute üblichen Alu- Tanks besonders gefährdet.
Die Idee, den Bordwandverschluss in die Rungen zu integrieren, stammt von Göran Rosén in Schweden von vor gut 50 Jahren. Dass er in den Bordwandver- schluss auch gleich eine Rungenverriege- lung integrierte, sei hier nur erwähnt (s. Kapitel Rungen). Die Verschlusszapfen der Kinnegrip-Rungen besitzen ebenfalls ein definiertes Heranholvermögen waa- gerecht und senkrecht. Diese Rungen- technik vermeidet die Kollisionen von Bordwandverschluss und Anbauteil am Fahrzeugrahmen.
PORTALTÜREN
An Kofferaufbauten ist die zweiflügelige Portaltür am Heck die Standardausrüs- tung. Die Türen haben mit ihren Ver- schlüssen auch die Funktion, den Koffer zu stabilisieren. In der Regel werden die Drehstangenverschlüsse auf die Flügel aufgesetzt. Auch bei 28 Millionen ISO- Containern ist das der Fall.
Bei den in Europa eingesetzten Curtainsider-Aufbauten ist die Portal- Tür-Ausrüstung ebenfalls Standard. Als deutsche Trailerhersteller vor 20 Jahren die in den Drehstrahl gebaute Stirnwand und den 13,6-m-Auflieger für 34 Palet- ten (bei 20 mm Stautoleranz längs) er- fanden, mussten die auf die Portaltüren geschraubten Verschlüsse den Einbau-
 






























































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