Page 209 - Trailer Journal 2018/2019
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                                 überliegenden Seite mittels Gestänge ge- hoben und abgesenkt werden konnte. Der Kran selbst hatte eine Hubwerkwinde, so, wie in Nordamerika noch häufig Ladekrane ausgestattet werden.
GRUNDAUSSTATTUNG HEUTE
Die heutigen Ladekrankonzepte trennen klar die Tragfunktion und die Bewegungs- funktion. Der Kransockel be-
sitzt innen das Zahnrad mit der Zentralwelle, die die Kransäule
in Drehung versetzt. An den Sockel angeflanscht wird das Zahnstangengehäuse mit den Hydraulikzylindern.
Größere Kräne besitzen zwei Zahnstangen, noch größe- re sogenannte Endlosschwenk- werke. Bei diesen treiben Hy- draulikmotoren ein Rad mit Innenverzahnung an. Kompli- ziert bei diesen Modellen ist die Durchleitung des Hydrauliköls vom Sockel in die Säule. Diese muss sehr präzise dicht gehal- ten werden, denn da rauschen Hunderte Liter Hydrauliköl mit Drücken bis über 400 bar durch.
AUSLEGERTECHNIK
An der Kransäule wird der erste Hubzylinder angeflanscht. Die- ser wirkt heute meist mittels Kniehebel auf den ersten Ausle- ger. Mit dieser Übersetzung er- zielt man größte Anstellwinkel des ersten Auslegers. Dieser ers- te Ausleger kann teleskopierbar ausgeführt sein. Häufig ist der Ausleger so konzipiert, dass er auch quer zur Seite abge- legt werden kann. In der Praxis bleibt er aus Zeitgründen aber oft längs über der Ladefläche stehen. Die einfache Ausfüh- rung wird „T-Kran“ genannt.
Die nächste Innovation in der Branche war der zweite Ausleger, der meist seitlich an dem ersten positioniert wird. Der erhält in der Regel die meis- ten Teleskop-Schubstücke und sorgt so für Reichweiten bis zu 50 m. Nicht selten wird noch ein „Fly-Jib“ gekoppelt.
Dann gibt es noch die „Z“-Ausführung. Hier wird der zweite Ausleger auf dem ers- ten abgelegt. Diese Technik finden man oft bei Forstkranen, weil man so den Holzgrei- fer bei quer gefalteten Kran innerhalb der Fahrzeugbreite hält.
Dank dieser technischen Möglichkeiten ist die Ausstattung mit einer traditionellen Drahtseil-Winde überflüssig, weil die Kran-
arme jeden Punkt in ihren Höhen- und Bo- den-Schwenkbereichen direkt ansteuern können.
LEISTUNG
Das wichtigste Kriterium für Ladekrane wird in der Regel in „Meter-Tonnen“ oder bei unseren Nachbarn in „tm“ (Tonnen- Meter) angegeben. Heute wird meist
                                                                       




















































































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