Page 220 - Trailer Journal 2018/2019
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                     GENÜGEND ZURRPUNKTE
Für jede Transportaufgabe gibt es genügend Ausrüstungen zur Ladungssicherung. Die Ausstattung der Ladungsbehälter mit den geeig- neten Ankerpunkten stellt auch kein Problem dar. Das Problem ist eher, dass in der Praxis der Versender zu wenig Informationen über die Fest- legung seiner Ladungen veröffent- licht. Das ist verständlich: jeder Hin- weis auf die Zurr-Komplexität treibt den Frachtpreis. Deswegen ist die Standardangabe in den Frachten- börsen „33 Paletten“.
Wenn die Gesetz- und Verordnungs- geber sich mehr mit der Anbahnung von Frachtverträgen beschäftigen würden und wenn sie mehr schon am Verladeort unzureichend ge- sicherte Transporte unterbinden würden ... dann würden sie bei ihren Unterwegskontrollen nicht so oft die Stilllegung von Transporten ver- fügen müssen.
 entwickelt. Diese sind aber immer Richtli- nien einer staatlichen Stelle. Zum Beispiel: • Health and Safety Laboratory (GB-Bux-
ton): Load security on curtain sided lor-
ries,
• NZ Transport Agency: The official New
Zealand truck loading code,
• North American Cargo Securement Stan-
dard: Driver’s Handbook.
Der Vorteil dieser staatlichen Vor-
schriften ist, dass jeder (Staats-) Anwalt genau weiß, wen er für Fehler in der Ladungssicherung zur Verantwortung zie- hen kann. Im EU-Europa kann hingegen jeder ein Zertifikat aus der Tasche ziehen, als Sachverständiger, Verlader, Transport- mittel-Hersteller oder Transporteur, und der Amtsrichter muss entscheiden, wem er in diesem vielstimmigen Chor den Glauben schenkt. Die EU-Verkehrsminister haben
LADEN | LADUNG
Ladungssicherung
genügend Gründe, den „Zertifizitis“-Wild- wuchs einzudämmen. So etwas ist sonst auf der ganzen Welt nicht üblich.
AUFBAUTECHNIK
Die Zurringe nach DIN 75410-Teil1 (alt) be- deuteten für die Fahrzeugkäufer höhere Kosten. Denn die Zurrpunkte wurden zu- nächst in Taschen einzeln an die Außen- rahmen geschweißt. Ackermann-Fruehauf entwickelte dann vor etwa 20 Jahren die Zurrnut im Außenrahmen, später bekannt als Sommer-Außenrahmen-Ladungssiche- rungssystem (SALS) an Alu-Außenbäumen.
AUSSENRAHMEN-LOCHLEISTE
Die Stahl-Lochleiste erfand Heinz Ewers bei Krone. Diese Technik erlaubte zwar nicht die von der DIN geforderten Zurrwinkel (bis zu 30 Grad zur Ladefläche), bot aber statt
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zwölf Ankerpunkten je Seite über 100. Alle Stückzahl-Riesen im Trailerbau bieten heu- te Rundloch- und Langloch-Stanzungen in den Außenrahmen.
Welche Zurrwinkel jeweils möglich sind, unterscheidet sich nach der Anschrä- gung des Walzprofils zur Fahrzeugmitte hin. Außenrahmen-Lochungen in Kombi- nation mit Palettenstoßkanten haben den Effekt, dass die Anwinkelung des Zurrha- kens unterbleibt, weil der Zurrgurt den Winkel zur Ladung einrichtet. Jedenfalls gilt nach EN 12640 auch die Zurrloch-Leiste als hinreichende Erfüllung der Norm. Die meisten Trailerhersteller bieten die Loch- leiste in Kombination mit einer Zurring- Sammlung an.
LASI-TECHNIK IM KOFFERAUFBAU
Bei Kofferaufbauten, insbesondere bei Kühlkoffern, war die Klemmstage lange Zeit die einzige Methode zur Ladungs- sicherung. Nach eingehenden Untersu- chungen wurde klar, dass diese Technik nur Kraftschluss bietet und je nach aufge- brachter Klemmkraft und der Feuchtigkeit
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       214 trailer-journal
 TRAILER
TIPP

































































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