Page 226 - Trailer Journal 2018/2019
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                                            VIELFALT BEI DER MIETE
Das sorgenfreie Rundumpaket: Bei Truck- und Trailervermietern lässt sich fast alles lösen – die Anbieter schnüren bedarfsgerechte Servicepakete. Wer auf den Preis pro Kilometer guckt, kann sich von allen Mühen rund um den Fuhrpark weitgehend befreien. Mit den modernen Telematiklösungen lässt sich der Miet- fuhrpark zudem hervorragend kontrol- lieren.
Vor allem bei Zeitverträgen und Baupro- jekten werden in der Fahrzeugbeschaf- fung häufig Mietmodelle bevorzugt. Auch die Mischung – eigene Fahrzeuge und Mietfahrzeuge ist möglich.
 um Profit zu erzielen. Wer sich wie ES-GE aus Essen an den Bereich der „Schwerlast“ wagt, wird als Spezialist auf diesem Sektor bundesweit von der Kundschaft aufge- sucht und kann auch mit vergleichsweise wenigen Aufliegern punkten.
FULL SERVICE
Kaum ein Begriff wird in der Vermietbran- che so sehr strapaziert wie „Full Service“. Wenn sich die erwartungsgemäße Erfül- lung daran festmacht, dass ein Vermieter in der Lage ist, beides (eine ziehende wie gezogene Einheit) zu vermieten, vermag dieser Begriff durchzugehen. Sobald aber mehr als nur oberflächliches Wissen gefor- dert ist, haben die unabhängigen Vermie- ter hier in der Regel die Nase vorn.
Wer sich mit sechs motorisierten Mar- ken auseinandersetzen muss und diese Anforderung noch mit technisch komple- xen Anwendungen wie Edelstahl-Silos für flüssige Chemiegüter garniert, muss vom Geschäft etwas verstehen. Und das nicht nur im Bereich der Technik. Wartung und Reparatur, Service und gesetzliche Vor- schriften ergänzen das Paket. Da Vermie- ter ja auch so etwas wie Finanzberater und Dienstleister sind, kommen obendrauf noch alle betriebswirtschaftlichen Fakto- ren hinzu.
Ausgenommen davon sind die Spezia- listen, die sich wirklich nur um ihre eigenen Fahrzeuge kümmern, wie beispielswei-
MIETE
Truck und Trailer
se Fliegl mit seiner Vermiettochter RPS. Rund 1.000 gezogene Einheiten werden hier vermarktet – braucht der Kunde ei- nen Komplettzug, ist er hier falsch. Dafür hat er die Möglichkeit, im Rahmen eines Mietverhältnisses einen Fahrzeugtausch vorzunehmen. Nach Ablauf der Nutzungs- dauer muss sich der Mieter nicht mit der Fahrzeugverwertung befassen. Optional kann er den Trailer durch Kauf überneh- men – geleistete Mietzahlungen werden dann von RPS anteilig angerechnet und verfallen nicht.
Rund 1.800 Motorwagen, davon 300 gezogene Einheiten in Kooperation mit Schmitz Cargobull, umfasst die Mietflot- te von Scania. Hier kann der Kunde davon ausgehen, eine perfekte Beratung rund um die Fahrzeuge mit dem Greif zu erhalten. Gleichermaßen hat Scania die Expertise, dem Kunden aus dem Portfolio das für ihn optimale Fahrzeug anzubieten oder zu konfigurieren – und für die gezogene Ein- heit ist der Kooperationspartner zuständig. Wer also nur eine Zugmaschine sucht und hier optimale Betreuung bis hin zur letzten Schraube benötigt, ist bei den herstellerab- hängigen Vermietern bestens aufgehoben.
BEWERTUNG
Wenig geändert hat sich bei der Zusam- menstellung eines Fuhrparks. Die bisherige Drittel-Regelung (Miete, Leasing, Eigen- tum) ist nach wie vor aktuell, wenn auch
mit leichten Verschiebungen vom Leasing hin zur Miete. Dazu kommt, dass es immer schwieriger wird, die Abgrenzung (nicht aus betriebswirtschaftlicher und steuer- rechtlicher Sicht) zwischen Miete und Lea- sing zu finden. Viele Leasinggeber nähern sich mit ihren Angeboten, wie Full-Service- Leasing, immer mehr den Vermietern an. Dies sorgt für fließende Grenzen zwischen beiden Beschaffungsvarianten.
Doch eben wegen der Eigentumsver- hältnisse und der zeitlichen Flexibilität während der Nutzungsdauer zeigt sich ein Trend zur Miete: immer kürzere Laufzeiten der Verträge mit den Auftraggebern, eine immer kleiner werdende Reaktionszeit zwischen Angebot und Zuschlag, erfordert vom Fuhrunternehmer eine hohe Flexibili- tät, die mit den bekannten Leasingformen nicht abzudecken ist.
Miete hat sich etabliert und wird wei- ter wachsen. Eine während der Vertrags- laufzeit feste Rate hilft dem Unternehmer, seine Arbeit entsprechend zu kalkulieren. Und sollte, aus welchen Gründen auch immer, ein Mietfahrzeug nicht benötigt werden, lassen Vermieter in der Regel lö- sungsorientiert mit sich reden – Banken sind da eher etwas weniger flexibel. Mie- te steht für modular aufgebaute Service- Dienstleistungen mit transparenten und kalkulierbaren Kosten – vom Standard- Zug bis hin zu maßgeschneiderten Spezi- allösungen. ROBERT OTTO
   Ob Tank- und Silosattel oder gezogene Spezialitäten für vielfältige Einsatzzwecke – beim Trailer-Vermieter TIP steht dem Kunden ein umfangreiches Auflieger-Portfolio zur Verfügung.
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TIPP














































































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