Page 240 - Trailer Journal 2018/2019
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                 ECO-DRIVE
AUCH FÜR SATTELZÜGE
→ Carrier Transicold, weltweiter Anbieter von Transportkühlanlagen, sieht in nach- haltigen Aggregaten die Zukunft. Deswe- gen hat das Unternehmen im Februar 2016 die TRS Transportkoeling b.v. (TRS) über- nommen – einen Experten für die Entwick- lung, Produktion und Wartung von Kühl- systemen ohne Verbrennugsmotor. Damit will Carrier Transicold die Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Kühlkette stärken. Neben der Geräuschentwicklung sollen die Emissionen von CO2 und Partikeln redu- ziert werden.
Dabei wird verstärkt auf hydro-elek- trische Technologie gesetzt: Die autarke Einheit Eco-Drive wird am Fahrzeug ange- bracht und mittels einer Hydraulikpumpe
Hydro-elektrische Technologie statt Dieselmotor: autarke Einheit „Eco-Drive“
angetrieben, die mit dem Nebenabtrieb (PTO) des Euro-6-Motors des LKW verbun- den ist. Das hydraulische System treibt ei- nen Generator an, der elektrische Leistung generiert, die wiederum das Kühlaggregat
mit Strom versorgt. Ein weiterer Motor ist damit nicht mehr erforderlich.
Der Euro-6-Motor der Zugmaschine lie- fert während der Fahrt auch die Energie für die Kühlung. In das hydraulische System ist eine Kontrolleinheit integriert, die sicher- stellt, dass der Generator immer gleichmä- ßig Strom liefert. Dadurch wird eine kons- tante Kälteleistung produziert, auch wenn der LKW bei Leerlauf im Stau steht. Die Motordrehzahl muss nicht hochgehalten werden, um eine konstante Kälteleistung zu erzeugen.
Eine mit Eco-Drive ausgestattete Zug- maschine liefert so bei laufendem Motor den Strom für die Kühlmaschine am Trailer oder an einem Seecontainer. In beiden Fällen muss kein zusätzlicher Dieselmotor betrieben werden; weder im Kühlgerät noch im herkömmlichen Generatorset am Container-Chassis – das dann nicht mehr benötigt wird.
TRAILERWELT
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  INNOVATIVE
KOMPONENTEN
 → Das Schomäcker Federnwerk aus Melle in Niedersachsen ist global aufge- stellt, wenn es um die Produktion von Fahrwerkskomponenten für Nutzfahr- zeuge geht. Dank zahlreicher Patente, Zertifizierungen und High-Tech-Produk- tionsprozesse sieht sich der Partner für Erstausrüster in der Nutzfahrzeugin- dustrie als Technologieführer am Markt. Als Spezialist für leichtere Federsysteme hält Schomäcker auch für Herstellern im Trailermarkt eine umfassende Entwick- lungspartnerschaft von der speziellen Einzellösung bis zum umfassenden Ge- samtpaket bereit.
Von der Idee bis zum fertigen Produkt ist die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden der Schlüssel zum Erfolg. Das be- ginnt bereits während der Projektierung: In der Vorentwicklung werden Berech- nungen und Simulationen genutzt, um die gestellten Anforderungen genau zu erfüllen. Ein Team erfahrener Ingenieure begleitet das gesamte Projekt und hält in jeder Phase Ausschau nach innovati- ven Lösungen, die wirtschaftliche und
ökologische Ansprüche berücksichtigen. Aktuell liegt der Forschungsfokus auf al- ternativen Materialien, um das Gewicht zu reduzieren. Dies hat positive Auswir- kungen auf den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Bilanz. Weitere Vorteile sind die Reduzierung des Reifenverschleißes und die Erhöhung der möglichen Zuladung eines Trailers.
Um gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen, ist die Entwicklung eines hoch automatisierten Herstellungspro- zesses ein wesentlicher Faktor. In diesem Bereich sieht Schomäcker eine seiner Kernkompetenzen. Deshalb werden alle Werkzeuge und Anlagen werden unter dem Aspekt höchster Automatisierung konstruiert und gebaut. „Bei der Herstel- lung von Qualitätsprodukten ist Präzision entlang der gesamten Entwicklungs- und Herstellungskette das Maß aller Dinge“, sagt Hubert Temmen, Leiter Forschung & Entwicklung bei Schomäcker. Dafür ist sein Team umfassend mit Know-how und Equipment ausgestattet. So werden Prototypen auf den internen Prüfständen
Unsichtbares sichtbar machen: Materialprü- fung mit einem Röntgendiffraktometer
auf Herz und Nieren geprüft, bevor die Serienproduktion beginnt.
Über die Partnerschaft bei der Ent- wicklung eines Stabi-Hebels sagt Hol- ger Bublies, Leiter Entwicklung bei ZF Friedrichshafen: „Selten habe ich eine so gute Zusammenarbeit erlebt wie mit den Ingenieuren von Schomäcker. Deren präzise Arbeitsweise, die permanente Innovationsorientierung und natürlich das Resultat überzeugen und begeistern mich nachhaltig.“
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