Page 28 - Trailer Journal 2018/2019
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                 PLANENFAHRZEUGE
Fahrgestelle | Hilfsrahmen
  ↓HERSTELLER · PROGRAMME
Im Prinzip kann man bei jedem Fahrzeughersteller ein Fahrgestell mit und ohne Boden und ohne Aufbau erwerben. Die Liste beschränkt sich auf Beispiele aus dem großen Angebot.
ACKERMANN FAHRZEUGBAU OSCHERSLEBEN
(DE-Oschersleben). Plattform-Fahrgestelle aus allen Gewichtsklassen (5–35 t), Zentralachs-, Dreh- schemel- und Sattelausführung letztere auch mit Zweistangen-Lenksystem, konventionell lackiert oder feuerverzinkt. www.ackermann-trailers.com
AL-KO (DE-Kötz). Fahrgestelle mit T- oder V-Zug- gabeln, Achslasten von 750 kg bis 4 t, Fahrgestelle für Triebköpfe, u. a. mit Luftfederung.
www.alko-tech.com/de/nutzfahrzeuge
ALU-TEAM (DE-Bielefeld). LKW-Hilfsrahmen feuer- verzinkt in Schraubtechnik für unterschiedlichste Hauptrahmen-Dimensionen. Für Pritschen-, Koffer- und Kühlkofferaufbauten. Gehört zur Firmengruppe Schneider-AluTeam.
www.schneider-fc.com
BERGER (AT-Radfeld). Dreiachs-Sattelfahrgestelle für Tankaufbauten und Kühlkoffer, gefertigt aus S700-Stählen, dadurch besonders leichte Ausfüh- rungen www.berger-logistik.com
BPW FAHRZEUGTECHNIK (DE-Paderborn). Ein- und Zweiachs-Fahrgestelle mit T- und V-Deichseln
für PKW-Anhänger, mit Grundrahmen oder kom- plettiert für Autotransporter. Kurbelachsen mit Gummi- oder Stahl-Drehstabfedern. Achsen bis 3 t. Fahrgestelle für Triebkopffahrzeuge. Gehört seit 2017 zur DexKo Global Inc.
www.bpw-fahrzeugtechnik.de
EMEK-GROUP (TR-Silivri/Istanbul). Fahrgestelle für LKW und Trailer in jeder Größe und Ausfüh- rung. Materialien Aluminium, Stahl und Edelstahl. Stahlchassis auch feuerverzinkt.
www.emek-group.com
FLIEGL (DE-Triptis). Praktisch das gesamte Pritschenprogramm wird auch als reines Fahr- gestell geliefert. Dazu Chassis für Koffer- und Kühlaufbauten. Dollies für Sattelanhänger für 60-t-Züge. Endlackiert oder feuerverzinkt.
www.fliegl-fahrzeugbau.de
FLOOR (NL-Wijchen). Verschiedenste Chassis mit Floor-eigenem Breitspurfahrwerk sowie Stangen-, Kabel- und Hydrauliklenksystemen. Gefragt in
der Hauptsache für Curtainsider, aber auch für Festaufbauten. www.floor-bv.nl
FRUEHAUF (FR-Auxerre). Dreiachs-Sattelfahr- gestell für die Montage von Rungenschemeln.
Breites Programm Plattformfahrgestelle („Multi- loader“) in allen Achskonfigurationen für konven- tionellen Plattform-Bodenaufbau. Gehört seit 2015 zur polnischen Wielton-Gruppe. www.fruehauf.fr
GROEP JUMBO-GROENEWEGEN (NL-Helmond). Chassis vorzugsweise für fremde Koffer- und Kühl- kofferaufbauten, dazu solche mit Rungentaschen, auch Zentralachs- und Drehschemelausführung („kaal chassis“). www.jumbogroenewegen.com
HRD (DE-Emlichheim). Ein- bis dreiachsige Sattel- fahrgestelle für Vollplane- und Curtainsiderauf- bauten, Chassis für selbsttragende Isolieraufbau- ten, Jumbo- und Megaausführungen.
www.hrd-online.de
KÖGEL (DE-Burtenbach). Dreiachs-Sattelanhänger- Fahrgestell SFSB 24 für selbsttragende Aufbauten, vorzugsweise Kühlkoffer. KTL-Beschichtung mit Nano-Keramik. www.koegel.com
KRONE (DE-Werlte). Praktisch das gesamte Profi-Trailerprogramm inklusive Tandemachs-
und Drehschemelanhänger sind als Fahrgestelle lieferbar, soweit Maße und Technik des Standard- programms gefragt sind. Dolly mit Lenksystem für Sattelanhänger. Grundsätzlich KTL-Beschichtung und Pulver-Lackbeschichtung. www.krone.de
PACTON (NL-Ommen). Sonderfahrgestelle
unter anderem für Kühlaufbauten. Dollies für Sattelanhänger, sowie Jeep-Dollies für Tieflader.
www.pacton.nl
SCHMITZ CARGOBULL (DE-Horstmar). Im Prinzip sind alle Sattelfahrgestelle für Fremdaufbauten verwendbar, abgesehen von den Fahrwerken für Isolierkofferaufbauten, welche die Ferroplast- Boxkonstruktion als selbst-mittragenden Aufbau verlangen. Das Werk Gotha liefert jede Art Chas- sis, wenn die Nachfrage bestimmte Stückzahlen garantiert. Klassische Lackierung oder Feuerver- zinkung. Seit 2014 Längsträger ohne Schweißnäh- te zu Z-Profilen gerollt in den Werken Altenberge und Wuhan. www.cargobull.com
SUER (DE-Wermelskirchen). C-Träger-Hilfsrahmen- Langträgerkonzept mit Z-Querträgern, Maschinen- schrauben-Fügetechnik für eigenes versetztes Bohrbild. www.suer.de
SYSTEM TRAILERS (DE-Twist). Fahrgestellspezia- list für den Karosseriebau. Vielseitiges Angebot an Sattel-, Stufensattel-, Drehschemel- und Zentralachsanhängern, Achskonfiguration auch mit Nachlauf- und Zwangslenkung, für Pritsche, Curtainsider, Koffer, Isolierkoffer und Kipper.
www.systemtrailers.de
WECON (DE-Ascheberg). Fahrgestelle für Fahr- zeugbauer, z. B. für Getränke-, Pritschen- oder Kofferaufbau in individueller Ausführung.
www.wecon.de
WEKA (DE-Rheda-Wiedenbrück). Fahrgestelle für Fahrzeugbauer und Maschinenhersteller. Beson- dere Planen für Kranbeladung, Schiebeverdecke bei Kofferfahrzeugen für Kranbeladung.
www.weka.de
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Stahl-Fahrgestell für Schubbodenauflieger, Reisch
cken für Aluminium-Chassis, aber auch als Stahl-Stahl-Version, zum Beispiel bei Kögel bis zum Jahr 2002. Dann entschie- den sich einige Hersteller von Kippsilos, die Querträger ihrer Aluminium-Chassis zu schrauben.
Die wirklich grundlegende Schraub- technik zeigte dann im Jahre 2005 Schmitz Cargobull. Der wichtigste Punkt bei der Umstellung von Schweiß- auf die Schraub- technik war die Entwicklung der soge- nannten „Kannelurenschaft-Schraube“ (heute „Rändelschraube“). Diese besitzt einen gezahnten Schaft, der sich beim Ver- schrauben zwischen die zu verbindenden Materialien „einzieht“. Hierbei wird Mate- rial der zu verbindenden Teile durch den Einzug abgeschält und anschließend in einem Hohlraum der Mutter abgelegt. Der nächste Schritt zum durchweg gebolzten Chassis – ohne geschweißte Teile – war bei Schmitz Cargobull 2014 das Fahrgestell mit gerollten Längsträgern in Z-Profilierung.
OBERFLÄCHENTECHNIK
Bis Ende der 90er Jahre war das Trailer- Fahrgestell nach den Schweißprozeduren bestenfalls stahlgestrahlt, grundiert und mit einem Zwei-Komponenten-Lack über- zogen. „Überzogen“ ist die zutreffende Bezeichnung, weil man als Beobachter die Wirkung der Gravitation von Flüssigkeiten an den Fahrgestellen von unten her sehen konnte. Der Lackierverlauf ergab soge- nannte „Lacknasen.“
Die erste Optimierung vollzog das Fahrzeugwerk Krone 1997 durch die Einfüh- rung der kathodischen Tauchlackierung als Grundierung nach dem Stahlstrahlen. Als Deckschicht führte Krone die Pulver-Ein- brennlackierung ein. Beide Verfahren setz- ten die Wettbewerber unter Zugzwang.
 




















































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