Page 36 - Trailer Journal 2018/2019
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                 PLANENFAHRZEUGE
Pritsche | Bordwand | Planengestell
  Kögel: Baustoff-Sattelanhänger
→ Viele Ladungen, wie Zement-säcke, sind heute palettenweise witterungsfest eingeschweißt und können deshalb ohne Verdeck ge- fahren werden. Die offene Ladungspartie kann dann von einem Kran oder einem Stapler zügig be- und entladen werden.
über eine Hakenleiste des nächsten. Durch die kurzzeitige Überdehnung „schnappen“ beide Teile zusammen. Dieses „snap-lock“ erleichtert die Montage.
Die Randprofile müssen geklebt oder genietet werden. Zum „guten Ton“ gehört es, dass das unterste Profil eine Gummi- Dichtleiste eingezogen bekommt. Senk- rechte Leisten zu den Ecksäulen sind nicht üblich, aber sinnvoll.
In die Bordwand müssen Scharniere (unten) und Verschlüsse eingesetzt wer- den. Aus Preisgründen wird bei Pritschen mit geringerer Außenbreite als 2.550 mm auch mit aufgesetzten Verschlüssen gear- beitet. Für die einzelnen Bauformen stehen im Kapitel „Verschlüsse“ die nötigen Hin- weise.
Eine Verstärkung der Wände ist durch Zuganker möglich. Hier wird die Bordwand senkrecht durchbohrt, und lange Schrau- ben werden durchgesteckt, die wiederum mit dem Scharnier verschraubt sind. Diese Bauweise ist in jedem Fall dann zu empfeh- len, wenn verschiedenste Ladungspartien gefahren werden müssen und der Versen- der die Methoden der Bildung von Ladeein- heiten (VDI-Richtlinie 3968/1-5) nur unzu- reichend beherrscht.
ANWENDUNGEN
Insbesondere bei höheren Bordwänden (>800 mm) empfiehlt es sich, Doppelver- riegelungen zu verwenden. Hierbei sollten es nicht waagerechte Exzenterverschlüsse sein, sondern solche Modelle, wo der Hebel in die Runge integriert ist. Das hat den Vor- teil, dass beim Abklappen der Wände keine
 Ausziehbarer Plattformtrailer von SDC
Baustoffaufbau mit Wingliner-Bordwand
SEITEN-BORDWÄNDE
Will man flächige Ladungsgüter an einem seitlichen Verschub hindern, sind klappba- re Bordwände sinnvoll. Ist die Ladung wet- terfest und erspart die Bordwand besonde- re ladungssichernde Maßnahmen, gewinnt man so Zeit beim Be- und Entladen – dies jedoch nur, wenn die Ladung formschlüs- sig zu den Wänden steht. In allen anderen Fällen muss die Ladung festgelegt (gegur- tet) werden. Allerdings sollten die Wände
Offene Pritsche aus China: Schmitz Cargobull
den Mindestanforderungen nach EN 12642 entsprechen. Diese Anforderungen sind aus EN 283 für Wechselpritschen kopiert.
Bordwände aus Stahl werden heute bei den offenen Pritschen kaum verlangt. Deren Einsatzgebiet ist der Kipper. Die Aluminium-Bordwände werden aus meh- reren Hohl- und Einfassprofilen zusam- mengesetzt. Die Profile werden teilweise geklipst. Hierbei dreht man ein Profilende
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