Page 57 - Trailer Journal 2018/2019
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                    NICHTS SOLLTE IM WEG HÄNGEN
Was sich der Kunde nicht mehr gefallen lassen sollte, sind die aus der Not gebo- renen, beim Aufschub durchhängenden Gurt- oder Drahtaussteifungen beim Planentrailer-Schiebedach. Das Thema ist technisch erledigt.
Bei den offenen Kastenwagen wäre es zu wünschen, dass bald alle über vom Boden aus bedienbare Planendächer verfügen. Dann wäre zu hoffen, dass diese Systeme auch bei der Leerfahrt geschlossen werden. Das spart nicht nur Kraftstoff, es unterbindet auch den Steinschlag aus der leeren Mulde.
  Stirnwänden nicht immer überflüssig. Der Trend geht aber in Richtung elektrische Vollabdeckung ohne weitere Arbeiten des Bedieners.
QUER FALTENDE PLANEN
Vor allem für Kipper werden Systeme mit Querspriegeln angeboten. Hierbei laufen die Bügel auf Gleitklötzen auf dem Ober- gurt. Das Dachsystem wird auf jeder Seite mit einem umlaufenden Drahtseil geführt. Es gibt in der Regel keinen besonderen Auf- stellmechanismus (Ausnahme: Edscha Tip- per-Roof), so dass die Plane zwischen die Bügel faltet. Um die Mulde komplett frei- zulegen, wird die Paketposition an einem Rahmen vor der Stirnwand angefahren.
Für robuste Einsätze: Edscha TS CS-Hybrid
Ob man jetzt die Version mit Kurbelstange oder mittels Elektroantrieb wählt, ist in Zei- ten der Funkfernbedienung zugunsten des Elektroantriebs zu entscheiden.
ROLLOS
In Ländern, wo Mechaniken zur Bewe- gung von Planen nicht zur Außenbreite des Fahrzeugs gezählt werden, haben sich Schwenkbügelsysteme etabliert. An einem Gestell vor der Mulde ist ein Planen-Rollo aufgewickelt, das mittels eines Bügels, der fest quer und mittig auf dem Chassis sitzt, die Plane über die Mulde nach hinten zieht. In Nordamerika ist diese Technik Standard. In Europa wird sie meist nur für schmale Absetz-Kippmulden angeboten.
Aus den Niederlanden stammt ein Sys- tem eines seitlich ausfahrbaren Schwenk- arms, der das Rollo von einer Seite über die – auch fahrzeugbreite – Abrollmulde zieht.
Nach der Arretierung der Plane fährt der Schwenkarm wieder auf Fahrzeugbreite unter den Rahmen.
PROBLEME
Dass man Schüttgutladungen abdecken sollte, ist in Europa jahrzehntelang nicht so recht aufgefallen. Man erkennt das leicht an der Tatsache, dass unsere Kipper in der Regel recht niedrige Wände besitzen, im Vergleich zu den amerikanischen Versio- nen für die gleiche Tonnage.
Das Abdecken von Ladungen mit Schüttkegeln mit deutlichem Überstand über die Bordwände ist wegen der not- wendigen Beugen in Querspriegeln oder Überlangen von Rollplanen im Grunde eine vermeidbare Aufgabe. Wären die Wände so hoch, dass man nur über die Ränder des Aufbaus abdecken müsste, hätte man we- niger Aufwand. FOLKHER BRAUN
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                     Everest S: Das einzige Schiebeverdeck, das mit der patentgeschützen Einrichtung SCS ausgerüstet ist.
                 TRAILER
TIPP
 















































































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