Page 61 - Trailer Journal 2018/2019
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                   Zweiachs-Koffersattel von Kögel
die bei Plywood-Wänden aufgeschraubt werden müssen (außer bei sogenannten Zurrtöpfen, die aber keine durchgängige Schiene bieten). Bei Verbundmaterialien sind die meist eingelassen und genietet oder geklebt.
Die Frage beim Praktiker ist letztendlich immer: was braucht man? Das ist je nach Ladungsart sehr unterschiedlich, und der am häufigsten vorkommende Fehler ist, am falschen Ende zu sparen. Nachträgliche Umbauten sind an Kofferfahrzeu-
gen, insbesondere bei Inneneinrich- tungen oder Türen meist sehr auf- wändig, wenn nicht unmöglich.
TÜR UND TOR
Die Standardausstattung des Kof- feraufbaus sind Portaltüren am Heck. Der Verschluss erfolgt mit außen aufgebauten oder innenlie- genden Drehstangen-Verschlüssen (s. Kapitel „Türen und Verschlüsse“). Die meisten Türen schließen im Por- talrahmen des Hecks, einige sind vor dem Rahmen angebaut. Bei Letzte- ren handelt es sich um Portaltüren von Curtainsidern. Auch Stirnwände werden zuweilen von Curtainsidern übernommen.
Die Verschlusstechnik muss mit den Türdichtungen harmonieren. Tragen die Dichtungen zu stark auf, ist der Türverschluss schwergängig. Im lokalen Zustelldienst ist das nicht akzeptabel. Die Scharniere sollten
die Türflügel vor den Portalrahmen dre- hen. Nur so wird eine Beschädigung an Rampen vermieden. Oft nur als Sonder- ausstattung ist die Pufferung der Schar- nierböcke am Rahmen zu erhalten. Man hält diese offenbar nur bei Kühlkoffern für sinnvoll.
Eine häufige Variante bei Koffern im Verteilerverkehr ist der Verzicht auf Portaltüren zugunsten einer stehenden Ladebordwand. Meist wird das Oberteil
→ Eine häufige Variante bei Koffern im Verteilerverkehr ist der Verzicht auf Portaltüren zugunsten einer stehenden Ladebordwand.
zum Dach nur mit einer aufstellbaren Klappe ausgerüstet. Wenn ohnehin meist im öffentlichen Straßenraum entladen werden muss, ist diese Variante ange- bracht. Weil im lokalen Zustelldienst die Be- und Entladefrequenz sehr hoch sein kann, werden häufig Sektionaltore („Roll- tore“) verwendet. Sie ersparen dem Fah- rer das Ausstellen und Einschwenken der Flügel.
Der Torantrieb kann mittels Schrau- benfedern mechanisch, pneumatisch oder elektrisch erfolgen. Ein wenig beachteter Vorteil des Sektionaltors ist seine Dieb- stahlsicherheit an Rampen: Der Koffer wird an das Ladedock rangiert, und erst dann wird das Tor geöffnet.
Seitentüren sind an Kofferaufbauten sehr selten. Wenn, dann sind sie zu der
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