Page 65 - Trailer Journal 2018/2019
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                           Kögel Cool mit „Purferro Quality“: Seitenpaneele mit 0,6 mm Stahlblech innen und außen
Erste Versuche, Ladungen in Kofferfahrzeugen zu kühlen, gab es in den USA Anfang der 30er Jahre. Hierfür wurden die Zwischenräume der „Post and Sheet“-Koffer mit Fiberglas ausgefüllt. Die Kofferdächer erhielten Fülldome, um Tro- ckeneis über die Ladung zu schütten. Pio- niere dieser Technik waren Great Dane und Fruehauf. Der enorme Wasserbefall der Kofferinnenseiten veranlasste Fruehauf, nur noch Edelstahl-Bleche zu verwenden.
Die erste Stirnwand-Kühlmaschine wurded 1939 von Joseph Numero und Frederick Jones patentiert. Der Kühlluft- Umlauf dieses Systems erforderte präzise Rückluft-Kanäle. Da die Ladungen meist nicht palettiert waren, musste der Boden diese Funktion erfüllen. Dies gelang mit der Herstellung von „Mehrfach-Hutprofi- len“ aus Aluminium, die in Längsrichtung verlegt wurden.
PRODUKTION
Erst in den 70er Jahren gelang es, die in- zwischen bekannten Isoliermaterialien Polystyrol und Polyurethan in industrieller Fertigung zu Isolierwänden zu verarbeiten. Die eine technische Richtung war das Ver- pressen der Hartschaumblöcke mit GFK- Deckschichten (oder ein- oder beidseitig mit Metalldeckschichten), die andere die Injektion der Bestandteile zwischen zwei fixierten (Metall-)Deckschichten.
Der aktuelle Stand ist die vollautoma- tische Produktion der Paneelen. Das gilt derzeit aber nur für Elemente, die keine Einbauten wie Ankerschienen erhalten müssen.
VARIANTEN
Die Isolierkoffer-Aufbauten werden in je- der Größenklasse vom Isolierpaneel-Ein- bau in Kastenwagen über Isolierkoffer für Kugelkopf-Anhänger bis hin zum 100-m3- Megatrailer und Doppelstock-Innenlader gefertigt. Die folgenden Versionen zählen zu den Standard-Modellen:
• Die Stückzahlbringer sind die 13,6-m- Dreiachs-Sattelanhänger, die in den Bauweisen a) nur Ankerschiene, b) Dop- pelstock mit Ankerschiene(n), c) Rohr- bahnen für hängendes Fleisch, d) Mehr- kammerausrüstung gefertigt werden. Es gibt in diesem Metier nur wenige Varian- ten wie (unterfaltbare) Ladebordwand, Nachlauflenkachse oder Volumenversio- nen für Low-Deck-Zugmaschinen;
• Der Kühlkoffer-Anhängerzug für so- wohl Strecken- als auch Verteilauf- gaben. Sehr häufig wird er mit einer Durchladeeinrichtung ausgestattet, so-
wohl beim Zentralachs- als auch beim Drehschemelanhänger. Diese Version kommt in der Großverteilung zum Ein- satz, da man fast immer ein zweites Kühlgerät am Anhänger benötigt, wenn man diesen nicht von vornherein als Leicht-Kühler verwendet und von der Zugmaschine her nur einen Deckenver- dampfer elektrisch zuschaltet.
• Die City-Sattel. Das aus den Niederlan- den stammende Konzept verwendet Ein- und Zweiachssattel mit Zwangslenkun- gen von 10,5 m Länge entsprechend der maximalen Länge von Solo-LKW-Auf- bauten. Der Vorteil ist die Trennbarkeit von Zugfahrzeug und Ladungsbehälter. Inzwischen werden zwei Citysattel mit- tels Dolly gekuppelt und optimieren die Kühlgut-Feinverteilung um fast 100 Pro- zent Kapazitätszuwachs.
• Die Solowagen: Hier hat eine Differen- zierung bezüglich der Fahrerlaubnisse
          




















































































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