Page 70 - Trailer Journal 2018/2019
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                           ein Forschungs- und Prüfprogramm zur Reduzierung des Geräuschniveaus von Fahrzeug- und Aufbaukomponenten ent- wickelt.
Fahrzeug, Kühlgerät, Ladebordwand, Rollcontainer und sogar Klemmstangen werden Tests unterzogen, und nur geprüf- te Komponenten dürfen für die Abend- und Nachtbelieferung verwendet werden. Das hat vor allem den Lebensmittel-Logistikern zu kalkulierbaren Touren außerhalb der gefürchteten landeseigenen Straßenstaus morgens und abends verholfen.
KÜHLMASCHINEN
Die für Kühlaufbauten verwendeten Käl- temaschinen besitzen im Prinzip einen Verdichter, der das gasförmige Kältemittel komprimiert und zu einem Kondensator befördert, der das Mittel verflüssigt. Über ein einstellbares Ventil gelangt das Kühl- mittel zu einem Verdampfer. Der saugt aus dem Kühlraum die erwärmte Rückluft an, kühlt sie in der Art eines Wärmetauschers
GESCHLOSSENE FAHRZEUGE
Kühlfahrzeuge | Kühlaggregate
auf die erforderliche Temperatur und bläst sie wiederum in den Kofferinnenraum.
Diese zwei Kreisläufe (Kältemittel und Innenraumluft) sind charakteristisch für diese Anlagen. Hierbei sind die Geräteher- steller bei der Auswahl der Komponenten sehr konservativ. Die Dieselmotoren sind fast durchweg alte Direkteinspritzer mit Reihen-Einspritzpumpen. Und das, obwohl es von denselben Motorenherstellern auch optimierte Common-Rail-Aggregate gibt.
ISO-CONTAINER
Bei ISO-Kühlcontainern verzichtet man auf den Dieselantrieb und versorgt stattdessen den eingebauten Elektromotor mit Strom, der die eingebaute Kältemaschine antreibt. Deshalb benötigen diese Container im Straßentransport eine diesel-elektrische Stromversorgung (sogenanntes Generator- Set) unter dem Containerchassis. Dieses Verfahren wird auch über an den Fahr- zeugmotor angeflanschte Generatoren an- gewendet.
Hybridanlage von Thermo King (oben); E-Truck von Frigoblock
Stand der Technik ist in den ISO-Con- tainern zusätzlich eine Begasung mit Stick- stoff- oder Kohlendioxid, um das Reifen von Gemüse und Obst zu verzögern.
Stickstoff und Kohlendioxid wer- den auch – inzwischen wieder – im Straßentransport verwendet, was neben ei- ner Druckgasflasche unter dem Kühlkoffer auch eine Gas-Tankstation-Netzwerk er- fordert. Neuere Entwicklungen bezeichnen sich als „Hybrid“-Systeme: Sie kombinieren die Gasfüllung mit der konventionellen Kältemaschine, die dann aber in der Kapa- zität kleiner gehalten werden kann. Für die lokale Distribution werden auch Kälteanla- gen nach dem Prinzip der eutektischen Sole verwendet.
Die Standard-Konfiguration ist aber der Dieselantrieb mit seinen Begleiterschei- nungen Lärm, Abgasen und Verbrennung fossiler Brennstoffe. Erste Versuche gibt es, wie beim LKW-Motor, den Kühlgerät- Diesel mit LNG zu betreiben.
Die jüngste Entwicklung wurde von einer Vermietgesellschaft in den Nieder- landen angestoßen: Man rüstet einen han- deslüblichen Dreiachs-Tiefkühlsattel mit Solarpaneelen aus sowie mit einer Valx- Trailerachse, die einen Elektromotor und eine Hydraulikpumpe antreibt. Die Kühl- maschine von Carrier-TRS benötigt deswe- gen keinen Dieselmotor als Antriebsaggre- gat. FOLKHER BRAUN
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