Page 82 - Trailer Journal 2018/2019
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Getränkelogistik
    ENTLASTUNG FÜR DEN „KNOCHENJOB“
Eine Faustformel der Fuhrparkleiter in der Getränke-Distribution war früher: jeder Zentimeter niedrigere Ladehöhe verlängert die Beschäftigung des Fahrers um ein Jahr. Dass der Verteilerverkehr ein „Knochenjob“ ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings gibt es heute verschiedenste technische Hilfsmittel, diese Arbeit ergonomisch zu zivilisieren. Im Streckengeschäft gibt es heute im Grunde keine Optimierungs-Bereiche mehr: Das ist schon alles optimiert. Zen- traleuropa bevorzugt die seitliche Be- ladung, unsere Nachbarn die vom Heck her mit automatischen Verladesyste- men. Das ist alles eine Frage der Abspra- che, wer welche Be- und Entladehilfen vorhält.
  Öffnet auf Knopfdruck über das Dach„Sideliner“ von Orten
  Schwenkwandaufbau von Kiko
Version zum Einsatz. Der Schwenkwand- Aufbau ist im Grunde das „multifunktio- nelle“ System, das sowohl das Streckenge- schäft (mit verringerter Nutzlast) als auch das Großverteiler-Geschäft beherrscht. Inzwischen findet man ihn auch als 2,8-t- Verteiler-Transporter.
Überdach-Aufbau von ITL
FEINVERTEILUNG
Im Verteilerverkehr kommen vom 2,8-Ton- ner bis zum 26-Tonner alle Fahrzeuggrö- ßen zum Einsatz. Ausschlaggebend ist die Struktur der Kundschaft. Üblich ist, dass Fahrer und Beifahrer die Gebinde bis zum Lagerort bewegen. Das kann auch schon mal der Keller sein. Beim Getränkemarkt ist oft kein Personal mit Staplerschein an- wesend, und bei nicht wenigen Kunden ist die Abrechnung bar Kasse üblich. Diese
Arbeitsbedingungen sind nicht immer er- freulich.
Deswegen wird alles versucht, den Zu- griff auf die Ladung zu beschleunigen. Die untere Schwenkwand kann zum Beispiel zur Hebebühne ausgebaut sein. Bei größe- ren Partien ist es nicht ungewöhnlich, den Mitnehmstapler dabei zu haben.
Aus den früheren Zeiten der Zustellung stammen die Gefach-Aufbauten. Hier wird der Aufbau um einen Zentral-Kastenrah- men gebaut. Die Ladefläche ist nach innen angewinkelt. Als Seitenwand fungieren Sektionaltore oder mit senkrechten Stre- ben verstärkte Stirnwände. Auch elektrisch unter das Dach wickelnde Rollplanen mit Zentralverschluss werden eingesetzt.
ELEKTROANTRIEB
Gerade im Verteilerverkehr stellt sich heu- te schon die Frage des Elektroantriebs. Da Getränkeaufbauten eine hohe Lebensdau- er haben, ist eine Umrüstung des altge- dienten Diesels auf E-Antrieb eine Lösung. Diesem Geschäftsmodell hat sich ein Her- steller von Getränkeaufbauten verschrie- ben: Orten mit der Tochterfirma Orten Electric Trucks in Bernkastel-Kues. FB
        www.ewers-online.de
      Zer tifizier te Schwenkwandaufbauten in Leichtbauweise
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 TRAILER
TIPP















































































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