Page 91 - Trailer Journal 2018/2019
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                         per werden im Ausschub mechanisch be- grenzt. Ab einem bestimmten Kippwinkel wird die Anlage auf Leerlauf geschaltet.
KIPPAUFBAU
Die Kippbrücken von Ein- und Mehrsei- tenkippern unterscheiden sich deutlich. Bei den Hinterkippern mit Kastenmulden baut man in der Regel ein Bodensegment aus Einfass- und Querprofilen, die zusam- men mit Seitenwänden und Stirnwand verschweißt werden. Außenrahmen und Obergurtprofile gewährleisten die Stabili- tät der Konstruktion, eine weitere Unter- stützung in Rahmenbreite ist unnötig. Die-
se Bauweise kommt sowohl bei Stahl- und Alukastenmulden zu Einsatz.
Von Fruehauf in den USA und von Kögel bei uns wurde Ende der 60er Jahre eine sogenannte „Rundspantenmulde“ vorge- stellt. Die Idee und die Extrusionsprofile stammten von Alusuisse. Die Rundungen zwischen Bodenplatte und Seitenwänden sollten den Abfluss des Schüttgutes ver- bessern. Diese Bauform kommt dann 20 Jahre später als „Stahl-Rundmulde“ ohne Spanten auf den Markt.
Der Hersteller Guillaume verwende- te hochfeste Stähle von Creusabro und schweißte sie zu einer Wanne. Zugleich
wurde am Heck eine hydraulische Klappe montiert. Man erhielt so eine hochfeste Gesteinsmulde.
ALU-MULDEN
Bei den Alu-Kastenmulden bot sich später als Alternative zu den Spanten die Hohl- profil-Seitenwand. Diese wurde aus Ext- rusionsprofilen zusammengesetzt. Hier- bei verwendet man Snap-Lock-Profile, die durch Drehbewegung ineinander verkrallt werden. Anschließend werden auf der In- nenseite die Profile strangweise miteinan- der verschweißt, seltener werden die Stöße auch durchgeschweißt. Interessanterweise
          

























































































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