Page 92 - Trailer Journal 2018/2019
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                          BAU | ENTSORGUNG
Kipper | Komponenten
   Blomenröhr: Tandem-Dreiseitenkipper
haben Hohlprofilwände gegenüber der Spanten-Version eine geringere Durchbie- gung. Und man sieht die Beulen an der In- nenseite von außen nicht.
Eine weitere Differenzierung war und ist, Mulden konisch zu kannten. Auf diese Idee kam Legras vor 15 Jahren.
PORTAL- UND HECKTÜREN
Im überwiegenden Teil der Welt, der ja Hinterkipper fährt, besitzen diese Aufbau- ten Portaltüren. Zwei Türflügel werden mit einer massiven Drehstangen-Verriegelung miteinander verspannt. Zum Abkippen muss der Fahrer erst einmal aussteigen und die Verriegelung öffnen.
Die nächste Optimierung ist die Pen- delklappe. Hierbei ist die Heckklappe nur am Obergurt gelagert, und in Bodenhöhe ist ein automatisch mechanischer Ver- schluss montiert. In der Basisversion ist
Wielton: Stahl-Rundmulden-Sattel
das ein Mechanismus, der beim Anheben der Mulde zwei Verschlusshaken entsperrt. Mit dieser Technik braucht der Fahrer die Kabine nicht zu verlassen, die Entsperrung erfolgt ja automatisch.
Damit die Pendelklappe beim Absen- ken der Kippbrücke zuverlässig schließt, wird der Heckrahmen in einem Winkel von 17 bis 22 Grad schräg angesetzt. Denn dann fällt die Klappe zuverlässig auf das Heck. Aus optischen Gründen – technisch gibt es keine – wird dann die Muldenstirnwand meist entsprechend schräg eingebaut. Die Pendelklappe wird innenliegend oder auf- liegend (mit Dichtungsrahmen) gefertigt. Neben der Klauenverriegelung werden zu- nehmend zweite mechanische Zuspann- mechanismen oder gleich Federspeicher- zylinder angeboten. Es gibt aber Versionen mit gerader – senkrechter – Stirnwand und schrägem Heckportal. Die dritte Version ist
die Kombitür. Hier wird eine senkrechte Portaltür-Anordnung in einen pendelnden Türrahmen eingebaut, der wiederum mit Hakenverschlüssen auch mechanisch- automatisch die Türen insgesamt öffnen kann.
Eine sehr weit verwendete Ausführung ist die hydraulisch zu öffnende Heckklappe. Diese wird entweder direkt am Oberrah- men der Mulde angelenkt oder nach vorn zurückversetzt. Letzteres öffnet die Klappe weit oberhalb der Mulde, was überstehen- de Ladungsbrocken leichter abfließen lässt. Die einfachere Lösung ist die Kippmulde ohne Heckklappe oder Türen. Hier wird die Mulde zum Heck hin nach oben angewin- kelt. Und die werden Seiten entsprechend verjüngt. Diese Technik nennt man in Eu- ropa „Dumper“. Der Begriff wird aber sonst auf der Welt häufig für Kipper im Allgemei- nen verwendet.
       Martin Reisch GmbH
Fahrzeugbau
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