Page 102 - Trailer-Journal 2020/2021
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                  SCHWERTRANSPORT | BAU
Tieflader
 Achtachsiger Semitieflader, Kässbohrer
Ankerpunkte für Gurte und Ketten, wie ist der Bodenrahmen aufgebaut? Arbeits- und Baumaschinen sind in dieser Hinsicht die einfachere Übung.
BÖDEN
Wegen des stärkeren Einsatzes von Längs- und Querträgern besitzen Semi- und Tief-
lader oft über den Stahl-Ladeboden erha- bene Holzbohlen-Einsätze. Diese sollen eine bessere Mikroverzahnung mit diversen Ladungen bewirken. Die Wirksamkeit der Weichholzböden zur Reibbeiwerterhöhung nimmt mit zunehmendem Verschleiß ab. Kritisch sind Ladungen, die sowohl auf dem Holz als auch auf dem Rahmenstahl stehen.
Hierbei ereignet sich eine „Mischreibung“, die kaum zu berechnen ist. Eine andere Problemlösung sind Hartgummiauflagen. Beiden gemeinsam ist, dass es Verschleiß- schichten sind, die beizeiten ausgetauscht werden müssen. Jahrzehntelang war der (Arbeits-) Maschinentransport in der deut- schen Ladungssicherungsrichtlinie VDI 2700 eine vernachlässigte Größe. Das sieht man unschwer daran, dass man nach VDI noch munter Holzkeile zur Festlegung von Maschinen und Fahrzeugen in den Wagen- boden nagelt. So unprofessionell sind die Fahrzeughersteller nicht: Heute werden Ankerpunkte (Zurringe) geschweißt und ge- schraubt angeboten, und 13.000 daN Zug- kraft sind fast schon Standard.
RAMPEN
Die einfachste Bauart der Tieflader-Rampe ist die am Heck einhängbare Aluminium- Auffahrrampe. Die nächste Version ist die mit Schraubenfeder-Unterstützung hoch- klappbare Stahlrampe. Wenn das Fahrzeug mit hydraulischem Druck versorgt werden
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