Page 163 - Trailer-Journal 2020/2021
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                   GEHT NICHT GIBT‘S NICHT
Neben den Großserienherstellern gibt es in Europa eine Vielzahl von Fahrzeug- bauern, die für fast jede Anforderung eine Lösung im Programm haben. Dar- unter sind auch Spezialisten für die aus- gefallensten Wünsche.
Spezielle Fahrzeuge machen die Trans- portdienstleitung unverwechselbar und schwer austauschbar. Auf der anderen Seite sind solche Sonderanfertigungen auf dem Markt nur schwierige zu ver- äußern. Deshalb ist es häufig der Werk- verkehr, der ausgefallenen Lösungen anschafft – denn hier ist der Auftrag über die Lebensdauer des Fahrzeugs si- chergestellt.
 Teilbares Containerchassis, Dennison (Nordirland)
In jeder Ausgabe des Trailer-Journal stehen wir vor der Herausforderung, Spezialisten und Allrounder zu unter- scheiden. Wir haben weltweit ein Dut- zend Firmen, die höhere fünfstellige Stückzahlen bis zu 110.000 Einheiten produ- zieren. Diese sind im Grunde Spezialisten, weil sie nur die Stückzahlmärkte mit weni- gen Baureihen bedienen. Der Mittelständ- ler im Geschäft ist dagegen der Allrounder, weil er viel mehr verschiedene Baureihen herstellt. Auf der anderen Seite ist der mit- telständische Allrounder auch ein Spezialist, der verschiedenste Baureihen auf ihre Räder stellt. Diesen Widerspruch können wir im Trailer-Journal nicht auflösen. Wir können auch nicht die kompletten Produktreihen dieser Mittelständler über alle Baureihen ausbreiten. Es sei denn, das Trailer-Journal hätte zukünftig 1.000 Seiten Text und wür- de zu einem unübersichtlichen „Telefon- buch“.
KONSTRUKTIONEN
Wer sich für die Spezialisten in Europa interessiert, findet hier im Trailer-Journal eine – sicherlich unvollständige – Auflis- tung von Allroundern und Spezialisten, die für jedes Transportproblem eine tech- nische Lösung finden. In den Niederlan- den hat man für diese Fragestellung den
Begriff „transportoplossing“ (etwa: Trans- portlösung). Im Deutschen gibt dafür es keinen entsprechenden Begriff, weshalb wir auch nicht die Technologie-Vorreiter waren bei
• Aluchassis (Benalu),
• Schlitten-Chassis(Renders)und • Doppelstock-Koffer(Wilson).
Natürlich wird auch hierzulande munter konstruiert. Es wird aber in Deutschland vor allem großer Wert darauf gelegt, rati- onell zu produzieren – und das aus gutem Grund. Denn mit dem Trailerbau muss Geld verdient werden. Sechs von den neun oben genannten, sicherlich sehr innova- tiven Firmen sind heute nicht mehr aktiv oder wurden aufgekauft.
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Teleskop-Chassis (Broshuis), Schubböden (Keith), Stahl-Rundmulde (Guillaume), Curtainsider (Boalloy), Alu-Koffer (Clark-Equipment), Alu-Rundmulde (Fruehauf),
Mineralöl-Tanksattel von Serin (Türkei)
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TIPP


















































































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