Page 223 - Trailer-Journal 2020/2021
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                 selbst hatte eine Hubwerk-Drahtseilwinde, so, wie in Nordamerika noch heute häufig Ladekrane ausgestattet werden.
GRUNDAUSSTATTUNG HEUTE
Die heutigen Ladekrankonzepte trennen klar die Tragfunktion und die Bewegungs- funktion. Der Kransockel besitzt innen das Zahnrad mit der Zentralwelle, welche die Kransäule in Drehung ver-
setzt. An den Sockel wird das Zahnstangengehäuse mit den Hydraulikzylindern ange- flanscht.
Größere Krane besitzen zwei Zahnstangen, noch größere sogenannte Endlos- schwenkwerke. Bei diesen treiben Hydraulikmotoren ein Rad mit Innenverzahnung an. Kompliziert bei diesen Modellen ist die Durchlei- tung des Hydrauliköls vom Sockel in die Säule: Sie muss sehr präzise dicht gehalten werden, denn es rauschen Hunderte Liter Hydrauliköl mit Drücken bis über 400 bar hindurch.
AUSLEGERTECHNIK
An der Kransäule wird der erste Hubzylinder ange- flanscht. Dieser wirkt heute meist mittels Kniehebel auf den ersten Ausleger, weil man mit dieser Übersetzung den größten Anstellwinkel des ersten Auslegers erzielt. Dieser erste Ausleger kann teleskopierbar ausgeführt sein. Häufig ist der Ausleger so konzipiert, dass er auch quer zur Seite abgelegt wer- den kann. In der Praxis bleibt er aus Zeitgründen aber oft längs über der Ladefläche ste- hen. Die einfache Ausführung wird „T-Kran“ genannt.
Die nächste Innovation in der Branche war der zweite Ausleger, der meist seitlich an dem ersten positioniert wird. Er erhält in der Regel die meisten Teleskop-Schubstü- cke und sorgt so für Reichwei-
ten bis zu 50 m. Nicht selten wird noch ein „Fly-Jib“ gekoppelt.
Dann gibt es noch die „Z“-Ausführung. Hier wird der zweite Ausleger auf dem ers- ten abgelegt. Diese Technik finden man oft bei Forstkranen, weil man so den Holzgrei- fer bei quer gefaltetem Kran innerhalb der Fahrzeugbreite ablegen kann. Mit diesen technischen Möglichkeiten ist die Aus-
stattung mit einer traditionellen Draht- seil-Winde überflüssig, weil die Kranarme jeden Punkt in ihren Höhen- und Boden- Schwenkbereichen direkt ansteuern kön- nen.
LEISTUNG
Das wichtigste Kriterium für Ladekrane wird in der Regel in „Meter-Tonnen“ oder
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