Page 225 - Trailer-Journal 2020/2021
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                   SONDERFÄLLE
Der gewöhnliche Ladekran ist so konzi- piert, dass er Ladungen senkrecht heben und um sein Schwenkwerk drehen kann. Deswegen bilden die Auslenkung und der größtmögliche Abstand der Ausleger von der Kransäule die üblichen Kriterien. Un- terstellt wird hierbei auch, dass der Kran so gut wie waagerecht stehend einge- richtet ist. Für die Forstkrane gelten diese Einschränkungen weniger, denn sie sind darauf eingerichtet, Lasten nicht nur zu ziehen, sondern auch zu drücken.
Das darf der „normale“ Ladekran nicht. Zudem werden bei Forstkranen die Druck- leitungen möglichst in die Ausschübe inte- griert, um Beschädigungen vorzubeugen. Weil die Fahrzeuge in der Forstwirtschaft auch nicht immer so an der Ladeposition stehen, dass der Kran waagerecht einge- stellt werden kann, sind deren Schwenkan- lagen deutlich kräftiger ausgelegt als beim Stückgut-Kran. Das technische Kriterium hierbei ist das besonders hohe Schwenk- moment der Kransäule.
ROLLKRAN
Ein weiterer Spezialist ist der Rollkran. Er kann über fast die gesamte Länge eines offenen Pritschenanhängers verfahren werden und besitzt einen eigenen motor- hydraulischen Antrieb.
→ Spezialist für den Baustoff- sektor: der Rollkran, der über fast die gesamte Länge eines offenen Pritschenanhängers verfahren werden kann.
Verwendet wird diese Aufbautech- nik vor allem im Baustoffsektor. Sie ist flexibler als die vor allem in Deutsch- land in der Baustoffdistribution üblichen Dreiachs-LKW mit Heckanbau-Ladekran und Drehschemelanhänger, denn der Roll- kran kann auch Langmaterial bewegen.
 SICHERE SACHE
Weil der Ladekran eine recht komplexe Maschine darstellt, wird er heute mittels elektronischer Kontrolle zu einem immer bedienungssichereren Gerät. Wegen die- ser Erweiterungen nimmt der Bereich Wartung und Service einen immer größe- ren Teil der Aktivitäten der Kranhersteller ein. Aber auch die Ausbildung der Bedie- ner wird wichtiger, damit die moderne Technik auch genutzt werden kann. Traditionell wünscht die Kundschaft den möglichst preisgünstigen Kran und kauft ihn ein bis zwei Leistungsklassen zu klein. Man ist halt gewohnt, dass die Geräte Re- serven haben. Die modernen Ladekrane schließen solche Überlast-Fälle mit ihrer Sicherheitstechnik schlicht aus. Es ist da- her zweckmäßig, bei der Investition nicht an der falschen Stelle zu sparen. Das gilt für das Basisfahrzeug ebenso wie für den Kran.
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TIPP























































































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