Page 24 - Trailer-Journal 2020/2021
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                  PRITSCHEN- UND PLANENAUFBAUTEN
Rungen
   SENKRECHTE
STABILITVÄT
In Aussparungen des Ladebodens gesteckte Rungen sind
vermutlich die älteste Art der Ladeflächenbegrenzung.
Heute werden Rungen in unterschiedlichsten Bauformen teleskopierbaren Rungen für
verwendet – je nach Art der Anwendung.
den Rundholztransport – vie- les ist möglich. Die Rungen waren schon zur Zeit der Pferdefuhrwerke ein Diskus- sionsthema. In den USA verzeichnete das Magazin für gezogene Einheiten (Carriage Monthly, Philadelphia, 1865–1916) zahlrei-
che Konstruktionen von „stake trucks“. Man verwendete Holz- und Stahlrun- gen, die Rungentaschen wurden mit den Holzböden verschraubt oder genietet. Denn die Konstrukteure waren aus Erfah- rung klug geworden: ein falscher Materi- almix, und schon konnte eine in der Höhe belastete Runge das Chassis auseinander-
biegen.
STECKRUNGEN
Die einfachste Version der Runge ist das Rund-, Rechteck- oder Quadratrohr, wel- ches in eine entsprechende Tasche in die Boden-Plattform gesteckt wird. Weil die Steckrunge ein- und ausbaubar sein muss, ist ein Spalt zwischen Runge und Tasche erforderlich. Eine übliche Runge (80 x 80 x 5,0 mm) wird in eine Tasche von 83 x 83 x X (Länge) gesteckt. Taschenlängen gibt es im Fahrzeugbau von 80 bis 400 mm. Des- halb ist der Anstellwinkel zwischen Runge und Tasche unter Last sehr verschieden. Das ist bei an den Rungen anliegenden Ladungen nicht weiter wichtig. Es findet keine Beschleunigung der Runge durch die Ladung statt.
Die Belastbarkeit der Rungen nimmt aber mit der Höhe der Krafteinleitung zü- gig ab. In 250 mm Höhe über Grund sind es
on einfach gesteckt, über Mehrfachfunktion bis hin zu hoch belastbaren, oft auch
 Tieflader mit Außenrahmen-Steckrungen, Schwarzmüller
24 trailer-journal
 

















































































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