Page 244 - Trailer-Journal 2020/2021
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                  HERSTELLER
Global
ÜBER DEN
TELLERRAND
Landesspezifische Besonderheiten machen den globalen Trailerbau besonders spannend. In diesem Kapitel blicken wir deshalb nach Übersee.
    Weltweit haben Trailer- wie LKW-Hersteller bestimmte nationale Regeln einzuhalten und regionale Besonderhei- ten zu berücksichtigen. Dazu gehören:
• die zulässigen Maße und Gewichte für
Sattelanhänger, Anhänger, LKW und
Sattelzugmaschinen,
• die zulässigen Achslasten und Achsab-
stände (nach „Brückenformeln“), Kreis- ring-Befahrbarbeit, Sondervorschriften für Transporte mit Übergewicht und Übergröße,
• die Güterstruktur eines Landes, zu unter-
scheiden nach der Häufigkeit von Mas- sengut (Kohle, Stahl, Getreide, Flüssig- keiten) und Sammelgut (Paletten- und Paketladung), denn alle Ladungseinhei- ten verlangen nach unterschiedlichen Ladungsbehältern,
• die bevorzugten Be- und Entladetechni- ken, abhängig vom verfügbaren Perso- nal, der jeweils bevorzugten (Flur-)För- der- und der Ladungsträgertechnik.
MASSE UND GEWICHTE
Den Straßenbau für schwere Nutzfahr- zeuge gibt es in der Welt ernsthaft erst seit 1945. Vorher endeten Beton- oder As-
Made in USA: Tanktrailer von Wabash
phaltstraßen gern in einer Piste gewalzten Schotters nach Kriterien ihres Erfinders John Loudon McAdam, später als Maka- dam-Schichten bezeichnet. Mit der Her- stellung von LKW mit höheren Achslasten, mehr Motorleistung und Anhängerbetrieb wurde den staatlichen Institutionen klar, dass das Straßennetz überregional ver- bessert werden müsste. Die bekanntes- te Untersuchung zu der Schädigung von Straßen durch definierte Achslasten waren die AASHO (American Association of State Highway Officials, heute AASHTO) Unter- suchungen Ende der 50er Jahre, die auch in Europa große Beachtung fanden.
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