Page 48 - Trailer-Journal 2020/2021
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                              Schmitz Cargobull: Sattelkoffer mit Seitentüren
werden nicht erläutert. In der Version April 2014 ist dieses Querholz nicht mehr aktiv. Der Transporter-Kasten vom Benz muss in den sechs Jahren irgendwie opti- miert worden sein.
LKW-HILFSRAHMEN
Der Kofferaufbau gilt bei den LKW-Herstel- lern als „semi-elastischer“ Aufbau. (Volvo VBI DEU72413/Daimler-Aufbaurichtlinie Buch II S.277 ff.). Deswegen gibt es detaillier- te Vorschriften, wie die Aufbauten – direkt – oder deren Hilfsrahmen mit dem LKW- Rahmen verbunden werden müssen. In der Regel wird hinter dem Fahrerhaus eine elastische Verbindung zwischen den Kon- solen verlangt, damit der Aufbau den Chas- sisbewegungen nicht folgt. Am Heck muss die Verbindung hingegen fest sein, damit das Chassis bei Be- und Entladevorgängen mit trägt. Diese Anordnung, vorne elastisch, hinten starr, erfordert bei der Kofferkons- truktion die Berücksichtigung bestimmter
Torsionsmomente. Diese haben wiederum Auswirkungen auf die Gestaltung der Rah- men und Ecksäulen des Koffers und deren Verbindung zu den Wandpaneelen.
EINFASSPROFILE
Eine entscheidende Rolle bei der Koffer-Ge- staltung spielen die Rahmen, in welche die Wand- und Dach-Tafeln eingesetzt werden. Die wichtigste Rolle hat das Außenrahmen- Profil, das für die Verbindung von Fahrge- stell und Kasten sorgt. Die Oberrandprofile und die senkrechten Stirnwandprofile sor- gen dann für die Stabilität der Box.
Von zentraler Bedeutung ist das Heckportal des Kofferaufbaus. Es wird in drei Varianten gebaut:
• als Containertür mit ein bis vier Ver-
schlüssen,
• als Sektionaltor mit nur senkrechtem
Verschluss,
• als Ladebordwand mit oder ohne obere
klappbare Aufstelltafel.
Für die zweite und dritte Variante sind massive Heckrahmen erforderlich, weil ein Zuspannmechanismus durch die Türverrie- gelungen fehlt.
Mit der Entwicklung neuer Sandwich- Tafeln und der Anforderung der Karosse- riebauer, zeitraubende Niettechniken zu vermeiden, wurden die Klebe- und Dicht- techniker unter Zugzwang gesetzt (etwa: Verlag moderne Industrie: Sandwichele- mente für den Fahrzeugbau. Bd. 279, Mün- chen 2006). Denn man musste nicht nur Metallprofile mit Kunststoff-Wänden ver- kleben, es muss auch die Wand gegen das Profil abgedichtet werden. Bei den Trocken- fracht-Koffern ist das Problem einfacher zu handhaben als bei den Kühlkoffer-Paneelen.
INNENEINBAUTEN
Bis in die 1990er Jahre hielt man den Kofferaufbau im Sammelgutge- schäft für überflüssig. Die Spediteu- re akzeptierten die Planen-Züge der Transportunternehmer. Expressgut sam- melte man in sogenannten Coletten, eine den Rollcontainern ähnliche Konstruktion. Ein aus den USA stammender Paketdienst fuhr nur mit Trockenfracht-Wechselkof- fern. Er setzte seine späteren Wettbewer- ber damit unter Zugzwang. Allerdings entstand in Zentraleuropa keine Sattel- koffer-Flotte, sondern eine Wechselkof- fer-Flotte auf Anhängerzügen.
In Sachen Innenausbau gibt es die Abteilung der Neu- und Umzugsmöbler, die Innenauskleidungen mit Nadelflies und Sperrholz sowie in der Regel zwei Ankerschienen längs zur Festlegung ih- rer zehntausend verschiedenen Teile verlangen. Die Paketdienstler benötigen dagegen klappbare Zwischentische, um schwere von leichten Paketen trennen zu können. Die Textiler legen Wert auf Schlüsselloch-Bleche für den Hängever- sand, wobei sie diese Verankerungen auch für Doppel- oder Mehrstock-Ladeebenen nutzen.
GESCHLOSSE FAHRZEUGE
Trockenfracht-Koffer
                 www. .nrw info
    Auf der Schanze 24
33378 Rheda-Wiedenbrück .nrw Tel: 05242/5909–0
       Teltower Straße 20
33719 Bielefeld
Tel: 0 521 / 988 30 49 – 0
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