Page 55 - Trailer-Journal 2020/2021
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                  ATP
Das ATP ist – übersetzt – das Übereinkommen über in- ternationale Beförderungen leicht verderblicher Lebens- mittel. Es stammt aus dem Jahr 1970, ist von 37 Vertrags- staaten (Stand 2004) unter- zeichnet und ist für den in- ternationalen Transport von leicht verderblichen Lebens- mitteln konzipiert. Die wich-
tigen Bezeichnungen für den Kühltransport sind:
Erster Buchstabe
• F: Transport mit
eingebautem Kühlgerät • R: Kühlkoffer mit einge-
bautem Kältespeicher
Zweiter Buchstabe
• N: Kühlkoffer
mit Wärmedämmung -/< 0,70 W/m2K
• R: Kühlkoffer
mit Wärmedämmung
-/< 0,40 W/m2K
Dritter Buchstabe
• A: Temperarurbereich von +12 bis +/–0°C
• B: Temperaturbereich
von +12 bis –10°C
• C: Temperaturbereich
von +12 bis –20°C.
Kühlkoffer mit nicht-autar- kem Kühlsystem (beispiels-
weise vom LKW-Motor ange- trieben) erhalten den Zusatz „X“. In Zentraleuropa üblich sind Prüfungen nach FNA und FRC. Deren Gültigskeitsdau- er sind nach der Erstprüfung sechs Jahre und nach der Wiederholungsprüfung drei Jahre. Die aktuelle Version der ATP ist abrufbar unter: www. unece.org/trans/main/wp11/ atp.html
 zwangsläufig Kondenswasser entsteht, müssen Bodenplatte und Wände zu einer Wanne ausgebildet werden. Das erfolgt in der Regel durch das Anlegen von Stoßleis- ten aus Aluminium. Diese werden unten mit der Alu-Bodenplatte verschweißt, wur- den oben früher genietet, werden heute meistens verklebt.
Damit Boden, Seiten- und Stirnwän- de zu einem Kühlkoffer montiert werden können, sind so genannte Einfassprofile erforderlich. Diese bewirken, dass fünf Elemente des Kühlkofferaufbaus zu einer Einheit – mit noch offenem Heckportal – zusammengesetzt werden können. Die Funktion dieser Profile ist nicht zu unter- schätzen: sie sorgen nicht nur dafür, dass die Wände miteinander verklebt werden, sondern auch, dass sie gegenseitig abge- dichtet werden. Klebung und Abdichtung sind zwei unterschiedliche Funktionen und erfordern unterschiedliche Werkstoffe.
HECKPORTAL UND TÜREN
Bei den kleinen Kühlkoffern wird oft ein Alu-Heckportal verwendet, bei den großen ist es in der Regel aus Edelstahl- Profilen. Letzteres besitzt eine geringere Wärmeausdehnung und harmoniert bes- ser mit den vier angeschlossenen Isolier- paneelen beim Wärmeeintrag von außen und gleichzeitigem Kältefluss innen.
Die Anbindung des Heckportals an die Wände verlangt von den Isolierkoffer-Her- stellern einiges an Präzision. Denn neben den Temperaturdifferenzen muss es auch Stöße verzehren können, die beim Ando- cken an Rampen häufig auf treten. Wäh- rend man den Bodenquerträger puffern kann, kommt das Portal an seine Grenzen, wenn die Rampe Gefälle besitzt und das Portal mit dem Dach statt mit den Puffern andockt.
Die Präzision des Heckportals ist für die Passgenauigkeit der Türflügel ent- scheidend. Denn diese stehen bei Kühl- koffern immer im Portal statt wie beim Trockenfrachtkoffer – häufig – davor. Beim Inneneinbau müssen sich die um- laufenden Dichtungen der Türflügel prä- zise zwischen Portal und Flügel einfalten. Aus Gründen der Haltbarkeit verzichtet man heute oft auf ein Vernieten der Dich- tungen, sondern klopft diese in Kanäle in den Flügeln. Je aufwändiger die Dich- tungstechnik ist, desto mehr stellt sich ein Problem in der Handhabung ein: Die Spannzapfen der Drehstangenverschlüsse hebeln den Flügel nicht weit genug aus den Lamellen der Dichtungen. Das Aufzie- hen der Tür ist dann eher ein Reißen. Mit zwei Drehstangen je Flügel hat man das Problem nicht.
 CARGO SEKTIONALTORE CT-60/CT-67
Prädestiniert für Lebensmitteltransporte im Tiefkühlbereich -40 °C
• Für ATP-Zertifizierung
• Energiesparend durch aus- gezeichnete thermische Trennung
• Leisester Lauf für PIK-Zertifizierung
• Alle Tore optional mit
Code XL/DIN EN 12642 zertifiziert · auch nachrüstbar
• Zeitersparnis durch direktes An- und Abdocken ohne
Stopp fürs Öffnen und Schließen
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Novoferm Siebau GmbH
57223 Kreuztal
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ALLE TORE OPTIONAL MIT CODE XL
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